2. Bundesliga

St. Pauli nimmt gegen Dresden die Aufstiegsränge ins Visier

on

Die „Kiezkicker“ aus Hamburg können sich nach wie vor zu den Aufstiegsaspiranten der Liga zählen und wollen dieser Rolle auch am 15. Spieltag gerecht werden. Gegner ist Dynamo Dresden, das sich nach der erschütternden 1:8-Niederlage gegen Köln wieder gefangen hat und die obere Tabellenhälfte anpeilt.

Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge ist der FC St. Pauli zunächst aus den Aufstiegsrängen hinausgerutscht, der Blick richtet sich aber nach wie vor nach oben. Schließlich trennt die Hamburger von Union Berlin, aktuell Platz drei, nur das Torverhältnis. Auch der 1. FC Köln ist nur vier Punkte entfernt. „Sie haben die Qualität, um oben mitzumischen. Sie punkten sehr konstant. Wir stecken noch in einer frühen Phase der Saison. Ich rechne mit einem offenen Kampf mehrerer Mannschaften um Tabellenplatz 3“, so die Einschätzung vom Ex-St.Paulianer und jetzigen Dresdner Sören Gonther.

Kausczinski will eine Steigerung sehen

Die vergangene Partie gegen Jahn Regensburg ist aus zweierlei Sicht unglücklich für St. Pauli verlaufen. Zunächst ist der späte Ausgleichstreffer des Gegners zu nennen, der zwei Punkte kostete und somit den Sprung auf Platz drei. Mindestens ebenso bitter ist, dass sich mit Richard Neudecker (Außenbandriss) und Christopher Buchtmann (Muskelfaserriss) zwei wichtige Kreativspieler schwerer verletzt haben. Unabhängig von den zwei Ausfällen will Trainer Markus Kauczinski eine verbesserte Vorstellung gegen Dynamo sehen. „Wir wollen zu Hause gegen Dresden gewinnen, dafür müssen wir uns aber steigern – offensiv und defensiv“, forderte er von seiner Mannschaft.

Viele Optionen für die Startelf

Die zwei nun offenen Positionen in der Pauli-Startelf heizen den Konkurrenzkampf bei den „Kiezkickern“ noch einmal gewaltig an. „Außen haben wir als Neudecker-Ersatz einige Möglichkeiten. Waldemar Sobota trainiert richtig gut und drängt zurück in die Mannschaft. Auch Cenk Sahin macht seine Sache gut“, stellte Kauczinski in Aussicht. Für die Zentrale als Buchtmann-Ersatz kommt Mats Möller-Daehli in Frage. Erschwerend kommt hinzu, dass der Einsatz von Marvin Knoll fraglich ist und Johannes Flum, der nach seiner Gelbsperre eigentlich hätte zurückkehren sollen, mit grippalem Infekt ausfällt.

Neuer Mut nach Horror-Niederlage

Vor knapp zwei Wochen sah die Welt in Dresden derweil noch sehr düster aus. Mit 1:8 ging Dynamo beim 1. FC Köln unter, doch der 2:0-Sieg über den FC Ingolstadt hat neues Selbstbewusstsein freigesetzt. So sagte Trainer Maik Walpurgis vor der Partie am Samstag: „Wir sind im Verfolgerfeld dabei. Bei drei Punkten hinter dem Dritten würde ich nicht sagen, dass wir nur die zweite Tabellenhälfte anführen.“ Es wird in Dresden also durchaus nach oben geschielt. Mit 21 Punkten stehen die Sachsen aktuell auf Platz zehn.

Walpurgis: sind konkurrenzfähig

Auch Dynamo Dresden hat allerdings zwei schwerwiegende Ausfälle zu beklagen. Kapitän Marco Hartmann (Rippenbruch) und Rechtsverteidiger Linus Wahlqvist (Stressfraktur) stehen bis zur Winterpause nicht mehr zur Verfügung. Auch die Einsätze von Innenverteidiger Florian Ballas und Linksverteidiger Philipp Heise sind fraglich. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Ausfälle kompensieren. Dennoch sehe ich uns in einer absolut konkurrenzfähigen Situation, weil es auch wieder Chancen für andere Spieler sind“, stellte Walpurgis klar. Als Alternativen nannte der Dresden-Coach Niklas Kreuzer und Erich Berko.

About Marc Schwitzky

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.