2. Bundesliga

St. Pauli empfängt Paderborn: Spektakel garantiert?

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In der englischen Woche der 2. Bundesliga empfängt am heutigen Mittwoch (18:30 Uhr) der FC St. Pauli den SC Paderborn. Das Duell zwischen den auf den Rängen Elf und Sieben liegenden Mannschaften verspricht dabei auf dem Papier ein Spektakel. Die Vorschau von fussball.news

Spiele mit den Hamburgern und dem Aufsteiger aus der 3. Liga hatten bisher stets einen hohen Unterhaltungswert. 23 Tore sind in den sechs Begegnungen mit Beteiligung der Hamburger gefallen, gar 27 in Spielen, an denen die Mannschaft aus dem südlichen Ostwestfalen beteiligt war. Nur der Aufstiegsfavorit 1.FC Köln kann da mit 26 Toren einen ähnlich hohen Wert vorweisen. Allerdings dürfte beiden Trainern daran gelegen sein, am Mittwoch einen weniger turbulenten Abend zu verleben.

„Die Zählerei kann aufhören“

„Die Zählerei kann jetzt endlich aufhören“, zitiert die Hamburger Morgenpost St.-Pauli-Coach Markus Kauczinski nach dem erlösenden 1:0-Sieg beim FC Ingolstadt. Zuvor hatten die Kiezkicker vier Pflichtspiele in Serie verloren, dabei 15 Gegentreffer kassiert. Mit neun Punkten aus den ersten sechs Spielen ist der Klub dennoch nicht zufrieden. Eine große Bedeutung wollte der gebürtige Gelsenkirchener dem Erfolg beim krisengeplagten FCI deshalb auch nicht beimessen. Es geht darum, sich langfristig in die richtige Spur zu begeben. Gegen Paderborn erwartet der 48-Jährige ein sehr intensives Spiel. „Wir werden alles reinwerfen und wollen das positive Gefühl vom Freitag mitnehmen“, kündigte er vor der Partie an.

Keine Rotation zu erwarten

Die Startelf aus der Partie gegen Ingolstadt hat sich dabei einen Vorsprung erspielt. Dennoch deutete Kauczinski am Dienstag an, es könne einige Änderungen im Team geben. Bernd Nehrig und Sami Allagui könnten dabei ihr Comeback nach Verletzungen feiern. Da aber das Derby gegen den Hamburger SV seine Schatten vorauswirft, dürfte St. Pauli keine großen Risiken eingehen. Paderborn-Coach Steffen Baumgart dürfte nach dem turbulenten 4:4 gegen Mitaufsteiger 1.FC Magdeburg derweil auf große Umbauarbeiten verzichten. Mittelfeldmann Klaus Gjasula soll trotz Nasenbeinbruch zur Verfügung stehen. „Er fühlt sich gut und ist einsatzfähig“, bestätigte Co-Trainer Daniel Scherning am Dienstag.

Baumgart kritisiert Defensivleistung

Der vertrat auf der Spieltagspressekonferenz seinen Chef wegen Magendarmproblemen, die aber einen Auftritt auf der Bank in Hamburg nicht verhindern sollten. Paderborn kann derweils als Neuling, anders als St. Pauli, mit neun Punkten durchaus zufrieden sein. Allerdings ärgerte sich Baumgart nach der Partie gegen Magdeburg über sein Team. Das hatte immerhin mit 2:0, 3:1 und 4:2 geführt, ehe am Ende zwei Punkte aus der Hand glitten. „Die Anzahl an Gegentoren, die wir im Moment bekommen, damit gewinnst du auf Dauer keinen Blumentopf, egal wie gut wir nach vorne spielen“, zitiert kicker.de den Ex-Profi. An der grundsätzlichen Spielidee, mit viel Mut im Offensivvortrag, solle sich aber nichts ändern, verriet Scherning.

Angstgegner der Kiezkicker

Der 46-Jährige würde mit einem Auswärtssieg am Millerntor eine gute Tradition aufrecht erhalten. Von zwölf Duellen mit St. Pauli haben die Paderborner immerhin sechs für sich entschieden, nur zwei mal verloren. Eine Wiederholung der letzten Begegnung in Hamburg würde angesichts der jüngsten Torflut bei beiden Vereinen gut ins Bild passen: 2016 gewann der SCP mit 4:3. Mit Thomas Bertels (traf zum zwischenzetlichen 4:1) steht allerdings nur noch ein Spieler im aktuellen Aufgebot von Baumgart, der schon damals zum Einsatz kam.

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