2. Bundesliga

Kauczinski will gegen Kiel „das Pflänzchen pflegen“

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Der FC St. Pauli empfängt am heutigen Sonntag (13:30 Uhr) am 11. Spieltag der 2. Bundesliga Holstein Kiel am Millerntor. Für Trainer Markus Kauczinski geht es darum, die jüngst gestartete Erfolgsserie zu verlängern und sich im Spitzenfeld der Liga zu behaupten. „Die Störche“ reisen nach dem 1:1 gegen den 1.FC Köln mit Selbstvertrauen an. Die Vorschau von fussball.news.

Die Gastgeber sind das Team der Stunde in der 2. Bundesliga. 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen sind eine eindrucksvolle Bilanz. Am Montag gelang zum wiederholten Male ein später Sieg gegen den MSV Duisburg. Joker Sami Allagui besorgte in der 84. Minute den Auswärtssieg, der die St.-Paulianer auf Relegationsplatz drei brachte. „Ehrlich gesagt haben wir etwas gebraucht, um das Spiel in Duisburg aus den Knochen zu bekommen“, gab Kauczinski vor dem Nordderby zu.

Keine Selbstzufriedenheit bei St. Pauli

Der gebürtige Gelsenkirchener will nichts von großer Zufriedenheit bei den Hamburgern wissen. „Bei den Jungs wächst der Glaube, dass man etwas erreichen kann. Dieses Pflänzchen, das wächst, hegen und pflegen wir.“ Trotz des großen Selbstvertrauens bestehe keine Gefahr, „dass sich hier zurückgelehnt wird“, so Kauczinski. „Die Saison geht jetzt erst richtig los“, gab er die Richtung vor. Gegen Kiel muss er sein Team allerdings auf mindestens einer Position umbauen.

Bangen um Avevor

Christopher Buchtmann fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus. Denkbar, dass die Kiezkicker auf ein System mit zwei Spitzen umstellen und Allagui in die Startelf rückt. Zudem bangt Kauczinski um Christopher Avevor. Wegen einer Erkältung werde sich erst kurzfristig entscheiden, ob der Verteidiger zur Verfügung steht. Auch bei den „Störchen“ gibt es Fragezeichen um den Einsatz eines Schlüsselspielers: Jae Sung Lee könnte nach einer Innenbanddehnung zurück ins Team kommen. Sicher fehlen wird nach aktuellem Stand nur Aaron Seydel mit einer Fersenreizung.

Walter warnt vor St. Paulis Standards

Kiel-Trainer Tim Walter weiß um die Schwere der Aufgabe für sein Team. „Es ist eine Mannschaft, die sehr tief steht, schnell umschaltet und im Spiel nach vorne eine hohe Qualität hat“, erklärte er St. Paulis Stärken. Vor allem bei Standardsituationen sei der Gegner „extrem effektiv“. Nach dem 1:1 gegen Aufstiegsfavorit Köln kann Kiel aber mit breiter Brust nach Hamburg fahren. Die jüngste Serie mit nur einem Sieg aus sechs Partien tut für Walter keinen Abbruch: Kiel liegt dennoch mit 13 Punkten auf Rang zwölf im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

Walter „interessieren Statistiken grundsätzlich nicht“

„Mich interessieren Statistiken grundsätzlich nicht“, so der 42-Jährige. Seiner Ansicht nach wurden „die Störche“ bei den Auswärtsniederlagen gegen Union Berlin, Erzgebirge Aue und Greuther Fürth unter Wert geschlagen. „Es hat auch in diesen Spielen, obwohl wir sie verloren haben, viele Aspekte gegeben, die mich zuversichtlich stimmen, dass wir beim FC St. Pauli drei Punkte mitnehmen werden“, sagte er voller Zuversicht. Schon beim ersten Auswärtsspiel in Hamburg gelang Kiel eine faustdicke Überraschung: Am 1. Spieltag schockte das Walter-Team Bundesliga-Absteiger Hamburger SV mit einem 3:0-Erfolg.

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