Bundesliga

Spannung an der Bundesliga-Spitze? Heidel traut dem Braten (noch) nicht

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Zur Länderspielpause reiben sich Fans des FC Bayern beim Anblick der Tabelle die Augen. Die Anhänger der übrigen 17 Klubs dagegen reiben sich wohl eher die Hände: Nach drei Spielen ohne Sieg steht der Serienmeister nur auf Rang sechs. Schalke-04-Manager Christian Heidel tritt in Sachen Spannung im Meisterkampf aber auf die Bremse.

„Die Hoffnung ist da“, so der 55-Jährige im Interview mit kicker.tv. „Aber vor einem Jahr gab es die Hoffnung auch schon mal. Da war der FC Bayern fünf, sechs Punkte hinten.“ In der Tat lagen die Münchner nach dem 7. Spieltag der Vorsaison fünf Zähler hinter Tabellenführer Borussia Dortmund. Aktuell sind es lediglich vier Punkte Rückstand auf den BVB. Das Ende vom Lied ist bekannt: Mit Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes holte sich der Rekordmeister mühelos bereits Anfang April den sechsten Titel in Folge. „Der FC Bayern ist dann am gefährlichsten, wenn er geärgert wird“, erklärt Heidel seine Skepsis hinsichtlich eines spannenderen Saisonverlaufs.

„Jeder freut sich über mehr Spannung“

„Momentan wird er geärgert, weil sie wenig punkten.“ Er sei aber noch nicht des Glaubens, es werde die ganze Saison so weitergehen. Dafür seien Verein und Mannschaft qualitativ zu hochwertig. Davon konnte sich Heidel bereits ein eigenes Bild machen: Am 4. Spieltag war sein Team beim 0:2 gegen die Mannschaft von Trainer Niko Kovac klar unterlegen. Für den Titelverteidiger bedeutete das die Maximal-Ausbeute von zwölf Punkten. Nach der Partie wurde vielerorts bereits die große Langeweile befürchtet. „Jeder freut sich darüber, wenn die Bundesliga spannender wird“, so Heidel. „Ich hoffe, würde es aber noch nicht unterschreiben.“ Sein Schalke könnte den Bayern nach der Länderspielpause derweil in die Karten spielen. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen, das aktuell einen Zähler und zwei Plätze vor den Münchnern rangiert.

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