Eintracht Frankfurt

Spannender Titelkampf? Hütter: „Es ist immer eine Sensation möglich!“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Nach dem 5:1 gegen den FC Bayern München versucht man bei Eintracht Frankfurt die Euphorie zu nutzen und gleichzeitig beide Beine auf dem Boden zu behalten. Ein Balanceakt, den Trainer Adi Hütter nun bewältigen muss. Eine Überraschung im Titelkampf hält der Österreicher dennoch für möglich.

Die Frankfurter Eintracht spielte sich nach dem Seitenwechsel und einer 2:1-Führung, begünstigt durch den frühen Platzverweis gegen Bayern-Verteidiger Jerome Boateng, regelrecht in einen Rausch. Mit 5:1 deklassierte Eintracht Frankfurt den deutschen Rekordmeister am Ende. Der erste Sieg gegen die Münchener seit 2010, der höchste Bundesligasieg gegen die Bayern seit fast 44 Jahren. Adi Hütter hat passend dazu vor kurzem ein Buch herausgebracht, in dem er beschreibt, wie man ein Meisterteam entwickelt. fussball.news fragte beim Frankfurt-Trainer nach, ob denn in dieser Saison ein Überraschungsmeister drin sei und welche Rolle die Eintracht dabei spielen kann. „Eintracht Frankfurt als Meister? Es hat einmal Leicester City gegeben, an die keiner geglaubt hat. Vielleicht gibt es mal einen Überraschungsmeister. Es ist immer irgendwann mal eine Sensation möglich“, sagte Hütter und erinnerte an den Achtungserfolg in der Premier League 2016.

Hütter lässt „Kirche im Dorf“ 

Dennoch war der 49-Jährige bemüht die Euphorie, die nach dem 5:1-Sieg in Frankfurt herrscht nicht überzubewerten und die sportliche Situation nüchtern einzuordnen: „Wir lassen mal die Kirche im Dorf und können uns realistisch einschätzen. Bei der Eintracht sind wir alle sehr geerdet. Der Verein versucht sich stetig weiterzuentwickeln, auf allen Ebenen“, sagte der Österreicher. Gleichzeitig wollte er an die schwierige Situation der Hessen vor dreieinhalb Jahren erinnern, als man den Klassenerhalt in der Liga nur über die Relegation erreichte: „Wenn 2016 das Spiel gegen Nürnberg verloren geht, dann weiß ich nicht, wie viele Leute heute hier sitzen würden“, mahnte Hütter zu Demut. In Frankfurt ist man zwar bis auf einen Punkt an die Bayern rangekommen, doch für den ehemaligen Salzburger bleibt die Elf von Niko Kovac gemeinsam mit den Dortmundern das Maß der Dinge in der Liga: „Wenn Bayern München und Borussia Dortmund ihre Konstanz runterspielen, dann ist es schwer sie zu schlagen“. Doch irgendwann gibt es halt immer auch mal eine Sensation.

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