Bundesliga

So will Hütter seine eigene Rekordserie brechen

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Aus der Frankfurter Commerzbank-Arena berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

„Weiter! Immer weiter machen!“ Frei nach dem Motto von Ex-Profi Oliver Kahn rauscht der Eintracht-Frankfurt-Express im Eiltempo durch die Liga und Europa League von Sieg zu Sieg. Trainer Adi Hütter will die Euphorie nicht bremsen und schöpft dabei aus der eigenen Erfahrung.

Wenn Adi Hütter in Pressekonferenzen auf die Leistung seiner Mannschaft angesprochen wird, dann äußert sich der Österreicher Selbstbewusst und voller Stolz. Ihm ist in kürzester Zeit gelungen, die von Vorgänger Niko Kovac geformte Mannschaft auf ein höheres Niveau zu heben. Trainerkollege Bruno Labbadia, der mit dem VfL Wolfsburg am Sonntag (18 Uhr) in Frankfurt antritt, lobte die Offensivwucht und hob das Team aktuell gar auf eine Ebene mit Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig.

Starkes Jahr 2018

Hütter hält sich mit Bewertungen von anderen Übungsleitern nicht länger auf. Er weiß allerdings: Sie sind eine Antwort auf die sehr starke Performance seiner Mannschaft. Der 48-Jährige erlebt bislang auf persönlicher Ebene ein herausragend verlaufendes Jahr 2018. Mit Young Boys Bern und Eintracht Frankfurt feierte er wettbewerbsübergreifend 24 Siege, holte vier Unentschieden und verlor nur siebenmal. Von 105 möglichen Zählern holten seine Teams somit überragende 76 – und ein Ende scheint nicht in Sicht.

Eigener Rekord rückt in den Blickpunkt

Inzwischen wird seine eigene Rekordserie in den Blick genommen: Vom 7. Dezember 2017 bis 10. Mai dieses Jahres blieb er ungeschlagen, holte 15 Dreier und drei Unentschieden mit dem Schweizer Meister. „Man muss natürlich unterscheiden, dass es in der Schweizer Liga mit einer Topmannschaft einfacher ist, als in der Bundesliga elf Spiele ungeschlagen zu bleiben“, bremste er bei der Pressekonferenz auf Nachfrage von fussball.news zunächst.

Hütter warnt vor „Stillstand“

Allerdings zeigt der aktuelle Lauf bei Eintracht Frankfurt, elf Spiele nicht verloren und dabei zehn Siege eingefahren, dass der Lauf in der schwächeren Liga keine Ausnahme war. Seine Erfahrungswerte helfen in diesem Moment zweifelsohne, er warnte daher: „Die Gefahr ist immer, dass wenn der Trainer zufrieden ist, es die Spieler auch werden. Zufriedenheit bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet Rückschritt.“

In den vergangenen elf Partien durchschnittlich 3,3 Treffer

Genießen kann Hütter nur, wenn eine Partie vorzeitig entschieden ist, er die Stimmung aufsaugt und seinen Spielern dabei zuschaut, wie sie Tor um Tor schießen – immerhin deren 36 in den vergangenen elf Partien, durchschnittlich also 3,3 Treffer. Dennoch versuche er – zusammen mit den Co-Trainern Christian Peintinger und Armin Reutershahn – „in der Analyse auch immer aufzuzeigen, was noch möglich ist, in welchen Punkten wir uns verbessern können.“ Er mahnte erneut eindringlich: „Nichts läuft von alleine. Man muss immer hungrig bleiben.“ Hütter will dabei  als Vorbild für seine Spieler vorangehen: „Das lebe ich als Trainer vor.“ Und die Serie somit weiter fortsetzen.

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