2. Bundesliga

So reagiert das Netz auf die Entlassung von Slomka

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Hannover 96 hat am Sonntag auf die anhaltende Krise in der 2. Bundesliga reagiert und Mirko Slomka nur wenige Monate nach seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl von seinen Aufgaben entbunden. Nicht zuletzt ein echter Heimfluch wurde ihm zum Stolperstein: Am Freitagabend ging auch der sechste Versuch des ersten Siegs vor eigenem Publikum gegen den SV Sandhausen schief.

„Leider sind wir nicht so schnell vorangekommen, wie wir uns das alle gemeinsam vorgestellt haben“, äußert der entlassene Chefcoach gegenüber der Vereinshomepage. „Dass meine Mission nun endet, bedauere ich sehr, denn ich habe jeden Tag mit Leidenschaft alles versucht, um die Mannschaft in die Erfolgsspur zu führen.“ Als Trainer fällt die Hauptlast für den schwachen Saisonstart auf Slomka zurück. Die Reaktionen im Internet zeigen jedoch, dass die wenigsten die Schuld alleine beim 52-Jährigen verorten. Viele sehen seine Entlassung als bestenfalls kurzfristige Hilfe.

Dass Hannover 96 nun den dritten neuen Trainer im Kalenderjahr 2019 anstellen muss, empfinden viele als Zeichen eines tieferliegenden Problems im Klub. Als Hauptschuldiger gilt ihnen Mäzen Martin Kind.

Klar ist allerdings auch, dass die Bilanz von Slomka in der bisherigen Saison ungenügend ist. Und schlimmer noch, die Auftritte gaben wenig Anlass zur Hoffnung, es könne sich lediglich um eine Ergebniskrise handeln.

Mit seiner Entlassung in den Niederungen der Zweitliga-Tabelle hat sich Slomka womöglich das hohe Ansehen besudelt, das er bei seiner ersten Amtszeit verdient hatte. Immerhin erreichte Hannover unter ihm da zweimal den Europapokal. Mit Jan Schlaudraff ist einer der damaligen Schlüsselspieler nun in der Position gewesen, über die Zukunft seines Ex-Trainers mit zu entscheiden.

Die spannende Frage lautet nun, wer auf Slomka folgen könnte. Angesichts der bevorstehenden Länderspielpause wäre nicht überraschend, ließe sich der Klub Zeit für Gespräche mit geeigneten Kandidaten. So mancher User hat freilich schon seine Favoriten parat. Auch wenn es mit dem Rückkehrer Slomka nicht geklappt hat, bringen viele ‚König‘ Peter Neururer ins Spiel. Wohl nicht ganz ernst gemeint, versteht sich.

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