Bundesliga

So könnte Hütter gegen Nürnberg rotieren

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Partie zwischen Inter Mailand und Eintracht Frankfurt im Europa-League-Achtelfinale hat viel Kraft gekostet. Trainer Adi Hütter könnte – oder muss teilweise gezwungenermaßen – die Rotationsmaschine für die Begegnung am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg anwerfen.

Nach 96 intensiven Minuten war es geschafft: Eintracht Frankfurt konnte bei Inter Mailand einen hochverdienten 1:0-Auswärtssieg feiern und steht somit im Viertelfinale der Europa League. Doch die Partie hat viel abverlangt von den Hessen, die sich bis zum Schluss in jeden Zweikampf warfen und sich das Leben durch eine schwache Chancenverwertung selbst schwer machten. „Von hinten schickt man das eine oder andere Stoßgebet hinterher, dass sie das Ding zumachen“, sagte etwa Sebastian Rode nach Abpfiff. Er ist einer der Kandidaten, der gegen den 1. FC Nürnberg zunächst auf der Bank Platz nehmen könnte: Der 28-Jährige spielte von Krämpfen geplagt fast durch und musste bei einer kurzen Unterbrechung von einem Athletiktrainer des Klubs eingerenkt werden. Für ihn könnte Gelson Fernandes in die Startelf rücken.

Baut Hütter die Zentrale komplett um?

Adi Hütter muss das Zentrum möglicherweise weiter umbauen: Mijat Gacinovic bekam einen Schlag auf den Fuß ab, humpelte bei seiner Auswechslung vom Feld. Der für ihn eingewechselte Jonathan de Guzman machte seine Sache gut, agierte sehr bissig und sorgte mit gutem Passspiel für Ruhe. Auch Marc Stendera, der 20 Minuten vor dem Ende für Jetro Willems kam, wies nach, eine Alternative sein zu können. Freilich fehlt dem 23-Jährigen das nötige Tempo, doch mit seinen technischen und strategischen Fähigkeiten kann er seine Mitspieler in Szene setzen.

Kostic wirkte platt

Erstmals richtig „platt“ in dieser Spielzeit wirkte am Ende Filip Kostic. Der Tank des Serben, der auf Länderspielreise gehen wird, war nach dem Auftritt im Guiseppe-Meazza-Stadion komplett leer. Als der Abpfiff ertönte, konnte der Linksfuß nicht mehr richtig jubeln, zu viele Körner hatte er zuvor verbraucht. Willems wäre die naheliegenste Option, der Niederlände würde aus dem Mittelfeld auf seine angestammte Position rücken.

Hasebe wurde seitlich am Kopf getroffen

Der am Nasenbein verletzte Makoto Hasebe wurde gegen Inter seitlich am Kopf getroffen. Der Japaner kündigte zwar an, spielbereit zu sein. Doch Hütter hat mit Almamy Toure eine Option, durch die er dem 35-Jährigen eine Verschnaufpause gewähren könnte, eventuell wird David Abraham fit. Martin Hinteregger hat zudem bewiesen, den Posten als letzter Mann zufriedenstellend ausfüllen zu können.

Hütter hofft auf Alternativen für das Sturmduo

Auch am Sturmduo gingen die vergangenen intensiven Wochen nicht spurlos vorbei. Sebastien Haller wird inzwischen immer härter gedeckt, muss sich in harten Nahkämpfen durchsetzen und enorm viel arbeiten. Luka Jovic rannte gegen Inter so viel, wie wohl noch nie zuvor in seiner Karriere. Nach Ballverlusten setzte er nach, erkämpfte sich das Leder oder half zwischenzeitlich gar in der eigenen Hälfte aus. Das Problem: Die Alternativen Goncalo Paciencia und Ante Rebic stehen möglicherweise nicht zur Verfügung. Sollten sie es aber tun, dann könnten Haller und Jovic gegen Nürnberg zunächst von draußen zusehen. Bis zu sieben Änderungen sind, wenn sich die möglichen Ersatzleute einsatzbereit zeigen sollten, nötig. Hütter wird wohl einige Optionen ziehen müssen.

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