Bundesliga

So hat Wolfsburg den Eintracht-Lauf durchbrochen

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Der VfL Wolfsburg konnte ein Ausrufezeichen setzen und mit 2:1 bei Eintracht Frankfurt, das erstmals nach elf Spielen ohne Niederlage (zehn Siege) unterlag, gewinnen. Trainer Bruno Labbadia lobte neben dem Einsatz vor allem die Selbständigkeit seiner Mannschaft.

Der Plan A des VfL Wolfsburg war ein anderer, wie Bruno Labbadia in seiner Analyse nach der Partie erklärte: „Wir konnten nicht das umsetzen, was wir eigentlich vorhatten. Der Rasen war sehr glitschig. Wir wollten noch mutiger von hinten heraus spielen.“ Seine Mannschaft habe sich dabei aber „nicht sicher gefühlt“ und dann selbständig den Plan B herausgeholt: „Wir haben es dann über die zweiten Bälle probiert und im Zentrum viele Ballgewinne verzeichnet.“

Flexibel und defensivstark

Die Niedersachsen zeigten nicht nur in Sachen Flexibilität und Eigenständigkeit eine starke Leistung: „Wir haben uns mit einem riesen Kampf gegen eine Mannschaft belohnt, die mit viel Power gespielt hat.“ Die Wolfsburg hätten „eine andere Note gezeigt. Wir haben brutal verteidigt, obwohl wir eine eher offensiv ausgerichtete Mannschaft sind.“ Allerdings sei diese konsequente und aufopferungsvolle Defensivarbeit ein Entwicklungsschritt nach vorne.

„Trio Infernale“ hat nur wenig Raum

Der VfL ließ auch in der Endphase der Partie nicht nach, ging weite Wege und warf sich in die Bälle, die in den Strafraum kamen. Den Wölfen gelang es dadurch, die gefährliche Sturmreihe der Eintracht zuzustellen und Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic somit keinen Platz zu geben. „Sie brauchen auch Zuträger für ihr Spiel“, bemerkte der Coach und lobte: „Wir haben das Zentrum sehr eng gemacht, viele Bälle gewonnen und Makoto Hasebe nicht ins Spiel  kommen lassen.“ Tatsächlich konnte sich der als Libero agierende Japaner, der hinten wie gewohnt sehr stark verteidigte, nicht die gewohnten Impulse nach vorne setzen und wurde in seinem Vorwärtsgang ausgebremst.

Kontersituationen schlampig ausgespielt

Labbadia bemängelte allerdings das Verhalten bei den etlichen Kontersituationen: „Hätten wir die besser ausgespielt, dann hätten wir eine ruhigere Endphase gehabt.“ Kapitän Maximilian Arnold sah dennoch auf Nachfrage von fussball.news den Unterschied zwischen den beiden Teams in der Effizienz: „Die Möglichkeiten, die wir hatten, haben wir effektiv verwertet. Die Eintracht hatte auch viele Chancen, die sie nicht genutzt haben.“

Bei den intensiven Läufen mitgezogen

Die Wolfsburger verhinderten zudem bis zum Abpfiff mit ihrer körperlichen Präsenz, dass die Frankfurter dauerhaft in den Strafraum eindringen konnten. Die beiden Teams mit der größten Anzahl an intensiven Läufen in der Bundesliga gaben sich auch im direkten Duell in dieser Diszplin wenig: 681 zu 678 intensive Läufe zeigten den Einsatz beider Mannschaften. Am Ende war es auch das „Quäntchen Glück“, etwa beim Pfostentreffer duch Jonathan de Guzman (14.), dass Labbadia seinem VfL zurechnete.

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