Bundesliga

Silva- und Rebic-Kauf: Gespräche zwischen Eintracht und Mailand liegen auf Eis

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Im vergangenen Sommer haben Eintracht Frankfurt und der AC Mailand am letzten Transfertag einen komplizierten Deal gestrickt. Ante Rebic und Andre Silva haben die Klubs auf zweijährige Leihbasis getauscht. Beide Seiten würden daraus gerne fixe Transfers machen – doch die Coronakrise lässt dies derzeit nicht zu.

Ante Rebic beim AC Mailand und Andre Silva bei Eintracht Frankfurt: Beide Stürmer haben in ihren neuen Umgebungen etwas Zeit benötigt, um sich zu integrieren und ihr Leistungsstärke unter Beweis zu stellen. Rebic konnte in 15 Serie-A-Partien inzwischen sechs Treffer erzielen, Silva steht bei den Hessen bei zwölf Scorerpunkte in 25 Pflichtspielen.

Silva und Rebic wollen bei ihren jeweiligen Klubs bleiben

Beide Vereine sind mit der Entwicklung der Angreifer zufrieden – und die Offensivleute haben Bereitschaft signalisiert, bleiben zu wollen. Das auf zwei Jahre angelegte Leihgeschäft hat den Zweck erfüllt. Zwar geht Silva die Wucht von Rebic ab, dafür glänzt er mit technischen Elementen, noch mehr Potenzial und der Fähigkeit, sich zurückfallen zu lassen und als hängende Spitze die Bälle technisch sauber zu verteilen. Rebic umgekehrt kommt mit seiner Dynamik inzwischen auch bei Milan immer besser an, zuletzt zeigte er sich enorm kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Gehäuse.

Coronavirus-Pandemie sorgt für Unsicherheit

Eigentlich liegen die Karten auf dem Tisch – doch die Verhandlungen liegen nach Sky-Informationen wegen der Coronavirus-Pandemie auf Eis. Beide Mannschaften können angesichts der unsicheren Lage noch nicht kalkulieren, wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt. Während Milan von den Profis weitere Einschnitte in Sachen Gehalt erfordert, sind die Frankfurter derzeit dabei, ein Modell in Sachen Gehaltsverzicht zu entwickeln. Aber klar scheint: Ein Sommer-Transfer ist unwahrscheinlich geworden.

Milan wollte Rebic zügig verpflichten

Dabei hat Milan eine zügige Einigung angestrebt. Der AC wollte den Marktwert des Vize-Weltmeisters nicht weiter steigen lassen und ihn zu einem vergleichsweise günstigeren Preis fest verpflichten. Andererseits hätte auch die Eintracht die Planungen in der Causa Silva gerne abgeschlossen. Nach der Coronakrise werden die Gespräche wohl zeitnah wieder aufgenommen und aus Leihdeals Kaufgeschäfte gemacht.

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