Bundesliga

Sieg und Tabellenführung vergeben: Wagner kann trotzdem „etwas mitnehmen“

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Der FC Schalke 04 hat am Samstagabend durch ein Last-Minute-Gegentor einen Sieg gegen den 1.FC Köln und damit die Tabellenführung in der Bundesliga aus der Hand gegeben. Auch verpassten die Knappen so den Ausbau der eigenen Top-Serie auf fünf Siege am Stück. David Wagner konnte dem Spiel trotzdem positive Erkenntnisse abgewinnen.

„Auch wenn wir sicherlich gerne gewonnen hätten, können wir aus diesem Spiel etwas mitnehmen“, zitiert die Vereinshomepage den Cheftrainer. „Wir haben gesehen, dass man nach einer schlechten Halbzeit eine gute zweite spielen kann.“ Es klingt nicht nach einer bahnbrechenden Erkenntnis, hat aber doch seinen Wert für die Königsblauen. Nach der jüngsten Siegesserie hilft durchaus zu wissen, dass sich die Mannschaft auch gegen Widerstände wehren kann. Dass sie nicht etwa auf einer brüchigen Welle des Erfolgs reitet, sondern zu Leistungssteigerungen fähig ist.

„Hätten gewinnen müssen“

Entsprechend kann man Wagner glauben, wenn er bekundet, Enttäuschungen „schnell ablegen“ zu können. Denn eine Enttäuschung war das späte 1:1 durch Jonas Hector gewiss. Auch wenn der Punktgewinn für die Geißböcke, da bestand für keinen Protagonisten beim FC Schalke 04 ein Zweifel, absolut verdient war. „Aufgrund der Möglichkeiten, die wir in der Schlussphase hatten, hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, weiß Wagner. „Diese Situationen haben wir zu schlampig ausgespielt.“ Die Chancen von Weston McKennie und Guido Burgstaller in den zwei letzten Minuten der regulären Spielzeit etwa bekamen durch den Gegentreffer eine besondere Pointe.

Sonderlob für „herausragenden“ Nübel

Besonders ärgerlich war die nicht zuletzt, weil sie eine herausragende Einzelleistung von Alexander Nübel zunichte machte. Der Kapitän hielt sein Team mit Paraden erst im Spiel und dann in der Führung, unter anderem mit einer sensationellen Aktion in der Nachspielzeit gegen Anthony Modeste. Dass der Schlussmann Schalke im Alleingang Punkte bringen kann, ist auch keine neue Erkenntnis. Und doch eine, die Wagner auf der Plus-Seite verbuchen dürfte. „Es hilft, wenn du einen herausragenden Torwart zwischen den Pfosten hast“, so der frühere US-Nationalspieler. Nach der Länderspielpause soll es aber wieder weniger auf überragende Einzelleistungen des Keepers ankommen.

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