Borussia Dortmund

Sieg gegen Berlin: BVB nutzt Patzer der Konkurrenz

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Borussia Dortmund hat die Patzer der Konkurrenz genutzt und das Champions-League-Ticket fast gelöst.

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte Hertha BSC mit 1:0 (0:0) und hat bei noch vier ausstehenden Spielen sieben Punkte Vorsprung auf Platz fünf.

Nationalspieler Emre Can (58.) traf für den Vizemeister und sorgte damit für die erste Niederlage für Bruno Labbadia in seinem fünften Spiel als Hertha-Coach. Die kleinen Europacup-Hoffnungen des Hauptstadtklubs erhielten einen Dämpfer.

Vor dem Anpfiff setzten beide Mannschaften mit einem Kniefall ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Die BVB-Spieler hatten sich beim Aufwärmen mit entsprechenden T-Shirts schon klar positioniert.

Weniger klar war das Spiel der Gastgeber in der ersten Halbzeit. Die Gastgeber hatten zwar viel Ballbesitz, gegen die gut organisierten Berliner konnten sie damit aber nicht viel anfangen.

Dem Dortmunder Spiel mangelte es an Kreativität und Tempo. Zudem fehlte nach dem erneuten Ausfall des norwegischen Torjägers Erling Haaland (Kniebeschwerden) ein Zielspieler im Zentrum. Durch Achraf Hakimi (8.), Thorgan Hazard (21.) und Julian Brandt (23.) ergaben sich nur Halbchancen. Jadon Sancho war nach der Friseur-Affäre mit anschließender Geldstrafe zwar bemüht, agierte zunächst aber auch glücklos.

Die Gäste, bei denen nach einer halben Stunde der angeschlagene Javairo Dilrosun durch Alexander Esswein ersetzt wurde, agierten nach ihrer jüngsten Erfolgsserie mit Selbstvertrauen und hatten das Geschehen in der ersten Halbzeit meist unter Kontrolle. Offensiv tat sich die Hertha allerdings schwer. Die von Can in Abwesenheit von Mats Hummels (gesperrt) organisierte BVB-Abwehr ließ in den ersten 45 Minuten nichts zu.

Nach dem Wechsel fanden die Dortmunder, bei denen Mario Götze wegen der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes fehlte, mehr Lücken. Sancho vergab aus kurzer Distanz (51.), Brandt spielte danach eine Überzahlsituation schlecht aus (53.).

Aber auch die Berliner wurden gefährlicher. Esswein verpasste nur knapp die Führung (56.). Insgesamt wurde das Spiel nun munterer. Can traf mit einem überlegten Flachschuss, Brandt hatte aufgelegt. Nach der Führung boten sich dem BVB mehr Räume, da die Hertha nun offensiver agierte.

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