Bundesliga

Selke: Lob und ein „Knutscher“ für Lazaros „Traumtor“

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Hertha BSC hat in einem verrückten Spiel gegen die TSG Hoffenheim durch Valentino Lazaro spät zum 3:3 ausgeglichen und damit bei Stürmer Davie Selke für einen ungewöhnlichen Gefühlsausbruch gesorgt.

Es lief die 87. Minute als sich Valentino Lazaro ein Herz fasste und einfach mal draufhielt. Er bekam den Ball von Hoffenheims Kerem Demirbay auf den Fuß geköpft und brachte ihn aus achtzehn Metern im Hoffenheimer Tor unter. Es war das umjubelte 3:3 in einem Spiel, das aus Hertha-Sicht nach einem 1:3 Rückstand schon verloren schien. Dementsprechend emotional nahmen die Berliner das Ergebnis auf: „Lazaros Tor war überragend – überragend wichtig. Dafür habe ich ihm einen Knutscher gegeben und er hat sich eine gefangen“, berichtete etwa Stürmer Davie Selke gegenüber Eurosport. Er vermutete bei seinem Kollegen gar „ein Faible für Traumtore.“ Dass dieses nicht für den Sieg reichte, das lag für den Ex-Bremer auch daran, dass direkt nach dem Tor Schluss war: „Schade, dass das Spiel abgepfiffen wurde. Ich glaube, dass wir das Ding noch gewonnen hätten.“

Lazaro hätte lieber den Siegtreffer erzielt

Der Torschütze zum Ausgleich wunderte sich an gleicher Stelle selbst etwas über sein Tor, haderte aber auch mit dem Remis: „An das Tor werde ich sicherlich noch einige Male denken. Es ist schon lustig, dass ich nach dem späten Tor für die Nationalmannschaft jetzt auch hier kurz vor dem Abpfiff treffe, noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn es auch diesmal der Siegtreffer gewesen wäre.“

Nagelsmann stört die Schönspielerei

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann konnte den Berliner Lobeshymnen auf die Schönheit nichts abgewinnen. Genau diese störte ihn nämlich bei seiner Mannschaft: „Wir sind zu oft auf ein schöngeistiges Spiel gegangen und das hat heute einfach nicht gereicht. Am Ende war es eine unterhaltsame Partie für die Zuschauer, aber ich hätte lieber ein dreckiges 1:0 gesehen“, sagte er gegenüber Eurosport. Dafür habe sein Team allerdings nach der 2:0 Führung „gegen gute Berliner zu schlecht verteidigt.“

About Stefan Katzenbach

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