Bundesliga

Sekt oder Selters? Eintracht vor „sehr wichtiger Phase“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Acht Pflichtspiele stehen für Eintracht Frankfurt im Jahr 2019 noch auf dem Programm. Es ist ein wahrer Marathon, den die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in dieser Vorrunde zu absolvieren hat. Jetzt werden die Weichen gestellt! Los geht’s am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg.

„Diese Phase bis zur Winterpause ist sehr wichtig“, sagte Bas Dost vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg. Eintracht Frankfurt hatte vor der Länderspielpause eine bessere Ausgangsposition verspielt, die Niederlagen gegen Standard Lüttich (1:2) in der Europa League und den SC Freiburg (0:1) in der Bundesliga waren schmerzhaft. Mit 17 Zählern stehen die Hessen auf Rang neun noch immer gut da und zählen zum breiten Verfolgerfeld. Doch die Anspannung wächst vor dem Heimspiel gegen Angstgegner Wolfsburg, schließlich schielen die Frankfurter Richtung Europapokalränge.

Reicht die Kraft bis Weihnachten?

Die wichtigste Frage: Hat die Eintracht nach 23 Pflichtspielen in den Knochen noch genug Luft für acht Partien in den kommenden vier Wochen? Es geht Schlag auf Schlag: Nach Wolfsburg geht es weiter bei Arsenal (Donnerstag) und Mainz 05 (Montagabend). Nur fünf Tage später kommt Hertha BSC (Freitag) nach Frankfurt, anschließend folgt der Showdown in der Europa League gegen Vitoria Guimaraes (Donnerstag). Die letzte englische Woche führt über Schalke 04 (Sonntag) und daheim gegen den 1. FC Köln (Mittwoch) zwei Tage vor Weihnachten zum SC Paderborn (Sonntag).

Sekt oder Selters bei der Eintracht?

Sekt oder Selters? Die Frankfurter haben selbst in der Hand, ihr Getränk für die Feiertage zu bestimmen. Mit Ausnahme von Arsenal, die als Favorit in die Begegnung gehen werden, sind die weiteren Gegner auf Augenhöhe oder darunter anzusiedeln. „Es geht auch gegen die drei Vereine, die ganz unten drin stehen. Das ist eine wichtige Situation für uns“, wurde Dost deutlich.

Noch hat Frankfurt alles in der eigenen Hand

In Europa ist die Ausgangslage klar: Wenn die Frankfurter beide Duelle für sich entscheiden, dann sind sie für das Sechzehntelfinale im Frühjahr definitiv qualifiziert. Sie dürfen aber nicht mehr Zähler liegen lassen wie Konkurrent Lüttich. Und: Die Belgier haben einen Treffer mehr erzielt, die SGE muss also auch hier aufpassen. Eine erneut hohe Niederlage gegen London (0:3 im Hinspiel) könnte schon das Ende aller Träume bedeuten. In der Bundesliga ist die Lage insgesamt noch entspannter, intern traut man dem Team zu, auch in der Rückserie das Feld von hinten aufzurollen. Doch mit jedem Dreier verbessert sich freilich die Ausgangslage für das Rennen um die Plätze im oberen Drittel. Dost hofft darauf, dass die Rädchen – im Optimalfall auch auswärts – besser greifen: „Ich finde, dass wir jetzt richtig angekommen sind. Jetzt geht’s los. Wir wollen jetzt zeigen, dass wir noch besser spielen können.“ Gegen Wolfsburg wäre der richtige Zeitpunkt, auch wenn die Bilanz gegen die Hessen spricht: In 40 Pflichtspielen konnten die Niedersachsen 19mal gewinnen und erzielten 13 Unentschieden. Nur achtmal gewann die Eintracht – letztmals am 20. Januar 2018 mit 3:1.

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