Bundesliga

Schwarz genervt von Diskussion um Einstellung: „Mainz geht nie vom Gas“

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Mainz 05 hat zuletzt gegen den FC Augsburg, Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg drei Niederlagen am Stück mit einem Torverhältnis von 1:11 hinnehmen müssen. Tabellarisch hatte die Serie keine großen Auswirkungen auf den elften der Bundesliga, weswegen einige Beobachter die These vertreten, die Rheinhessen hätten mit der Saison bereits abgeschlossen. Sandro Schwarz widerspricht vehement.

„Ich hasse dieses Thema“, zitiert die Bürstädter Zeitung den Coach der Nullfünfer von einer Presserunde am Dienstag. „Wir gehen nie vom Gas. Für Mainz 05 ist es schließlich immer noch etwas Besonderes, überhaupt Bundesliga zu spielen.“ Seine Frustration über die jüngsten Spiele will Schwarz dabei gar nicht verschleiern. Allerdings fordert er eine differenzierte Betrachtung der Partien. Gegen die Wölfe etwa hatte sein Team das Spiel weitgehend im Griff, kam aber nicht nachhaltig in gefährliche Räume. Auch deswegen will der Ex-Profi seine Arbeit nicht groß umstellen oder seine Rhetorik an die Leistungsdelle anpassen.

Keine Lust auf Bowlingabend

„Wir dürfen nicht in blinden Aktionismus verfallen. Wir dürfen jetzt nicht was von Gras fressen oder so erzählen.“ Das bezieht Schwarz auch auf den Umgang mit der Mannschaft. Es sei nicht geboten, in der aktuellen Situation besondere Maßnahmen einzuleiten. „Als ob ein einzelner Bowlingabend dafür sorgen würde, dass wir jetzt ausgerechnet gewinnen“, so der 40-Jährige spöttisch. Vielmehr gehe es darum, weiter konzentriert auf dem Trainingsplatz zu arbeiten. Seine Mannschaft sei in der täglichen Arbeit weiter hellwach, lobt Schwarz. „Den Frust müssen wir in Energie reinpacken, das ist unsere Aufgabe jetzt.“ Die Möglichkeit dazu ergibt sich am Samstag im Heimspiel gegen den aktuellen Tabellen-14 Schalke 04.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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