2. Bundesliga

Schuster will im Abstiegsendspiel gegen Aue „auf Sieg spielen“

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Der SV Darmstadt 98 hat sich mit zwei Siegen in Folge auf Platz vierzehn der zweiten Liga vorgearbeitet. Am letzten Spieltag (Sonntag 15.30) reicht gegen den Tabellenfünfzehnten Erzgebirge Aue ein Unentschieden zum Klassenerhalt. Trainer Dirk Schuster warnt allerdings vor solchen Überlegungen, für ihn zählt nur ein Sieg. Die Vorschau von fussball.news

Neunzig Minuten kompakt verteidigen, Erzgebirge Aue am Toreschießen hindern und nach einem 0:0 gegen 17.20 am Sonntag den Klassenerhalt feiern. So oder ähnlich könnte sich die Geschichte des letzten Spieltags aus Darmstädter Sicht darstellen. Für Trainer Dirk Schuster wäre die Erwartung eines solches Plots allerdings etwas zu einfach, ja sogar kontraproduktiv: „Es ist hochgefährlich, in ein Spiel zu gehen und zu sagen: ‚Wir wollen nur einen Punkt‘. Wir wollen auf Sieg spielen, so wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben“, warnte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel vor einer zu defensiven Herangehensweise an die Partie. Erfreulich ist allerdings allein der Umstand, dass Schuster in der Lage ist warnen zu müssen: „Wir waren für viele schon abgeschrieben und haben uns in die Situation gebracht, dieses Spiel spielen zu dürfen“, rekapitulierte er die vergangenen Wochen, in denen sich Darmstadt mit 18 Punkten aus zehn Spielen von den Abstiegsplätzen verabschiedete. Sechs Unentschieden stehen in diesen Partien zu Buche, schienen sie damals zu wenig, so sind sie nun Grundlage für die gute Ausgangsposition. Aktuell werde deutlich, „was jeder einzelner Punkt wert war“ und wie er seinem Team geholfen habe, so Schuster.

Warnung vor Kontern der Auer

Ein weiterer Punkt würde den Endspurt der Lilien mit dem Klassenerhalt vergolden, dafür müsse das Team seine „Leistung abrufen und die Bereitschaft entwickeln, an die Grenze und darüber hinaus zu gehen“, so der Darmstädter Trainer, für den die Spielstände auf anderen Plätzen kein Thema sind: „Wir haben der Mannschaft mitgeteilt, dass es nur um uns geht, auf uns ankommt und wir unsere Leistung abrufen wollen“. Am Sonntag erwartet Schuster Gäste, die auf schnelles Konterspiel setzen und warnte dementsprechend: „Aue ist eine spielstarke Mannschaft, die spielerische Lösungen von hinten heraus favorisiert und nach Ballgewinn schnell umschaltet. Davor sind wir gewarnt und gut beraten, das Spiel von der ersten Sekunde an hochkonzentriert anzugehen.“ Verzichten muss der Lilien-Trainer auf Baris Attik (Syndesmoseanriss), Romuald Lacazette (nicht berücksichtigt) und Peter Niemeyer (Aufbautraining).

Drews hat Respekt vor der Darmstädter Serie

Beim FC Erzgebirge Aue geht Trainer Hannes Drews die Situation ähnlich an wie sein Kollege, er versuche alles was um die Partie „drum herum“ sei auszublenden, so der 36-Jährige, der auf der Pressekonferenz vor dem Spiel aber auch sagte: „Natürlich müssen wir in der zweiten Halbzeit über gewisse Spielstände informiert werden, um reagieren zu können.“ Damit es gar nicht erst zu solchen Maßnahmen kommt, will Drews Darmstadt am liebsten „gar nicht erst ins Spiel kommen lassen“. Wie schwer das wird, das weiß er allerdings auch, die Lillien hätten in den letzten Partien eine „beachtliche Serie“ gestartet und dabei auch „das Glück des Tüchtigen“ gehabt, so der Auer Trainer. Verzichten muss er in Darmstadt auf Kallig (Gelbsperre), Kempe (Rotsperre), sowie Soukou (Oberschenkelprellung).

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