Bundesliga

Schröder appelliert Spieler an „Verantwortung dem Verein gegenüber“

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Der 1.FSV Mainz 05 leckt nach der historischen 0:8-Pleite bei RB Leipzig am Samstag noch seine Wunden. Reflexartig stellen Medien vor allem die Jobsicherheit von Sandro Schwarz in Frage. Doch Rouven Schröder sieht nicht den Cheftrainer in erster Linie in der Pflicht, sondern seine Profis.

„Die Mannschaft ist gefragt, unabhängig von Inhalten und Taktik, für sich diese Emotionalität und Aggressivität zu leisten“, so der Sportchef gegenüber dem SWR. „Die brauchen wir für unser Spiel und die beanspruchen wir auch für unser Spiel.“ Gegen die Sachsen habe das Team diese Grundtugenden des Mainzer Spiels sträflich vermissen lassen und sich in vielen Szenen auch entgegen der vorherigen Absprache mit dem Trainerteam verhalten. „Es ist dieses Bewusstsein, das wir brauchen, auch die Verantwortung dem Verein gegenüber“, so Schröder.

„Nicht unser Naturell“

„Vollkommen klar, dass du Spiele verlieren und Fehler machen kannst. Aber es nicht über sich ergehen lassen. Das ist nicht unser Naturell.“ Nach 30 Minuten stand es 2:0 für Leipzig, dennoch wachte Mainz zu keinem Zeitpunkt auf. Hätten die Hausherren nicht einen Gang runtergeschaltet, hätte die Zweistelligkeit drohen können. Dennoch sitzt Schwarz wohl weiter fest im Sattel. „Dieses Alibi“ wolle der Klub seinen Profis nicht geben, so der erboste Schröder. Gleichzeitig nimmt er auch Anstoß an der Denkweise, die Kaderzusammenstellung sei für die missliche Lage verantwortlich.

„Nur einen Spieler ausgetauscht“

„Wir haben die letzte Saison mit 15 Punkten vor dem Relegationsplatz beendet und haben nur einen Spieler aus der Stammelf ausgetauscht“, erinnert der Hauptverantwortliche im sportlichen Bereich. Der einzige Stammspieler, der den 1.FSV Mainz 05 verließ, war Jean-Philippe Gbamin. Schröder hält den Abgang des Ivorers zum FC Everton auch nicht für eine logische Erklärung des Untergangs in Leipzig. „Wir haben alle gesehen haben, dass er letztes Jahr nicht so performt hat und auch in der Mannschaft nicht so integriert war, wie man es von außen gedacht hat.“ Prinzipiell stehe die gleiche Stammformation zur Verfügung, sodass auch dieser Erklärungsansatz für Schröder „zu einfach“ ist.

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