2. Bundesliga

„Schon ähnlich wie am Millerntor“: HSV „verpennt“ in Regensburg die erste Hälfte

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Der Hamburger SV hat gegen seinen Angstgegner Jahn Regensburg am Samstag auswärts erneut zwei Punkte liegen lassen. Dabei lief der Aufstiegsfavorit erst einem Rückstand hinterher, um anschließend eine Führung zu verspielen. Unzufriedenheit herrschte bei den Akteuren vor allem mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit.

„Es war schon ähnlich wie am Millerntor“, zitiert die Bild am Sonntag etwa Tim Leibold. Schon im Stadtderby vor zwei Wochen hatten die Rothosen Mühe, ins Spiel zu kommen und ging jeweils mit Rückstand in die Pause. „Zu fahrig“, urteilt der Linksverteidiger, außerdem mit zu wenig Ballkontrolle habe der HSV gespielt. Trotz des insgesamt weiter positiven Verlaufs der bisherigen Saison sieht Leibold ein Muster, das ihm nicht gefällt. „Wir müssen gegen jeden Gegner von der ersten Minute an Vollgas geben. 90 bis 95 Prozent reichen da nicht.“

„Komplett verpennt“

Drastischer formulierte es Adrian Fein, der gegen seine ehemaligen Mitspieler beim SSV Jahn besonders motiviert ins Spiel ging, aber selbst zunächst auch keinen großen Zugang fand. „Leider haben wir die erste Halbzeit fast komplett verpennt“, zitiert die Hamburger Morgenpost den Ärger des Mittelfeldmannes. Seine Mutmaßung, die Mannschaft des HSV habe sich vom Pressing des Gegners beeindrucken lassen, erscheint als durchaus nachvollziehbare Erklärung. Schwarz auf weiß steht, dass die Rothosen eine große Chance liegen ließen, sich von Arminia Bielefeld und dem Rest des Verfolgerfeldes abzusetzen.

Immerhin keine dritte Pleite

Paradoxerweise muss das Remis in Regensburg nach den Ereignissen der Vorsaison für den Hamburger SV aber beinahe als Erfolg gelten. Schließlich hatte es da eine 0:5-Pleite vor heimischem Publikum gesetzt, in der Donaustadt verlor das Team 1:2. Diesmal bewies der HSV immerhin Moral, woran dem Vernehmen nach eine knackige Kabinenpredigt von Dieter Hecking großen Anteil trug. „Es war logisch, wenn wir so weiterspielen, dann verlieren wir die Partie“, zitiert die BamS den Chefcoach. So gab es wenigstens die Punkteteilung, aus der Leibold, Fein und Co. die richtigen Schlüsse ziehen wollen.

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