Bundesliga

Schnell aus dem Keller? Diese 3 Punkte muss Mainz verbessern

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Paradox: Trotz 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg ist der 1. FSV Mainz 05 in der Tabelle einen Platz nach oben geklettert. Dennoch wissen die Rheinhessen, dass es so nicht weiter gehen kann. Drei Dinge müssen schnell verbessert werden.

Der 1. FSV Mainz 05 kommt nur selten vor das Tor – und wenn, dann gelingt den Rheinhessen zu wenig. 25 Möglichkeiten zählte der kicker nach sechs Partien, davon fanden nur 20 Prozent der Abschlüsse den Weg in das gegnerische Tor. Fünfmal traf das Team von Trainer Sandro Schwarz – unterboten nur noch von Aufsteiger 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim mit jeweils vier Toren. „Es ist bitter: Der Ball ist im Fünfer, geht aber irgendwie nicht rein in den letzten Wochen“, zitierte die Allgemeine Zeitung Ridle Baku. Gegen den VfL Wolfsburg lautete das Torschussverhältnis am Ende der Partie 15:4 und die Eckenbilanz 10:1. Den einzigen Treffer aber erzielten die Niedersachsen – aus dem einzigen Eckball.

Defensive muss stabilisiert werden

Einer patzt immer in der letzten Reihe bei den Mainzern. Diesmal sprang der Abwehrmann Jeremiah St. Juste unter dem Ball hindurch, Marcel Tisserand konnte dadurch freistehend einnicken. Über Niveau hat noch keiner der Abwehrspieler performed, die Fehlerkette ist zu lang. 16 Gegentore sind die zweitmeisten der Bundesliga (17 hatte der SC Paderborn), dazu fielen neun Treffer in den letzten 15 Minuten. Es sei zwar kein Kopfproblem, sagte Schwarz vergangene Woche auf Nachfrage von fussball.news. Sportvorstand Rouven Schröder stellte aber im kicker fest: „So eine Serie geht an keiner Mannschaft spurlos vorbei.

Die Leichtigkeit fehlt

Sobald Mainz in die gefährliche Zone kommt, werden die falschen Entscheidungen getroffen. Passen statt schießen, Abschlüsse statt Abspiel suchen oder vor dem Gehäuse zu zaghaft: Den Rheinhessen gelingt selten, den nötigen Punch zu entwickeln. Robin Quaison und Adam Szalai waren weitestgehend abgemeldet, zu sehr mit sich selbst beschäftigt. „Generell fehlten da das Freilaufverhalten, die Lust. Und Aktionen, die man macht, ohne groß zu überlegen“, sagte Schwarz. Erst die eingewechselten Karim Onisiwo und Taiwo Awoniyi brachten mehr Schwung in die Partie. Zu spät: Schwarz wird die Weichen stellen und im Kellerduell gegen Paderborn darauf setzen müssen, dass Kopf und Füße mitmachen. Der Coach wird nicht dabei sein, er muss seine Gelb-Rot-Sperre absitzen.

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