Bundesliga

„Es ist vielleicht schon drei Minuten vor zwölf“ – Schmidt räumt VfL-Krise ein

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Nach dem 1:3 gegen Werder Bremen ist der VfL Wolfsburg endgültig in akuter Abstiegsgefahr, hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf Konkurrent Bremen auf Platz fünfzehn. Relegationsplatz sechzehn ist zwar noch vier Punkte entfernt, dies ist allerdings mehr der aktuellen Schwäche des FSV Mainz 05 denn der Leistung der Wölfe geschuldet. Dies hat wohl auch Martin Schmidt erkannt, der nach dem Spiel andeutete, dass der Klub langsam unter Druck steht.

Krise in Wolfsburg? Davon wollte Trainer Martin Schmidt vergangenes Wochenende nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart nichts wissen, sagte: „Die Entwicklung ist gut, der Fußball ist gut.“ Nach der 1:3 Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zeigte sich der Schweizer nicht mehr so entspannt, räumte gegenüber Sky ein: „Der Druck steigt. Es ist vielleicht schon drei Minuten vor zwölf.“ Hat beim 50-Jährigen also ein Umdenken eingesetzt? Angesichts der schwachen Leistung erscheint dies durchaus wahrscheinlich, offensiv harmlos und defensiv desolat präsentierten sich die Niedersachsen, die Glück hatten nur mit einem 0:2 Rückstand in die Pause zu gehen, hatte Werder doch mehrere gute Chancen, so unter anderem durch Innenverteidiger Niklas Moisander der nach 31 Minuten allerdings nur die Latte traf.

Arnold kritisiert fehlenden Siegeswillen

Deutlicher als Schmidt kritisierte sein Mittelfeldspieler Maximilian Arnold die schwache Leistung der Wolfsburger: „Wir dürfen ein so wichtiges Spiel nicht so scheiße angehen. Es ist unerklärlich, wie das in der ersten Halbzeit passieren konnte. Es ist einfach nur schlecht“, ärgerte er sich gegenüber Sky. Die aktuelle Schwäche sei allerdings keinesfalls auf den Trainer zurückzuführen:  „Wir als Team sind schuld an der Situation, kein Trainer oder Manager. Was wir spielen, ist absolut scheiße“, erklärte der 23-Jährige:  Als Hauptgrund für die Niederlage sah Arnold vielmehr den mangelnden Siegeswillen: „Wer nicht weiß, dass es bei diesem Spiel um vieles geht, der hat den Schuss nicht gehört“, monierte er die Einstellung einiger seiner Kollegen. In der Tat hätte Wolfsburg mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können, mit dann 27 Punkten wäre Mainz 05 auf sieben Punkte distanziert worden. Ärgerlich aus Wolfsburger Sicht erscheint die Niederlage auch deswegen, weil am nächsten Samstag (15.30) im Heimspiel gegen Bayern München wohl wieder keine Punkte zu erwarten sind und sich die Lage im Tabellenkeller weiter verschlechtern könnte.

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