Bundesliga

Schmadtke will Wolfsburg stabilisieren – und dann nach oben

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Der VfL Wolfsburg hat am Samstag mit einem überraschenden 1:0-Sieg über RB Leipzig drei wichtige Punkte eingefahren. Die Niedersachsen sind als aktueller Tabellenneunter im Soll. Das gibt Sportchef Jörg Schmadtke vor.

Der Ex-Profi skizziert gegenüber Sport Bild einen groben Fahrplan für die Wölfe. „Im ersten Schritt geht es um
Stabilisierung. Die Frage ist, wie lange dieser Prozess dauert.“ Er solle jedenfalls im Laufe seiner Vertragslaufzeit abgeschlossen sein, so Schmadtke. Der frühere Torwart band sich für zunächst drei Jahre an den Klub. „Danach
muss man sich nach oben bewegen!“, fordert der 54-Jährige. Die Rahmenbedingungen beim VfL seien dafür außerordentlich gut. Allerdings hat dies in den vergangenen Jahren wenig geholfen. Zweimal in Folge rettete sich der Klub erst in der Relegation.

„Werde keine Neid-Debatte befeuern“

In diesem Missverhältnis sah der gebürtige Düsseldorfer den großen Reiz der Aufgabe, bei den Wölfen anzuheuern. „Erstens wollte ich sehen: Warum ist das so gelaufen? Und zweitens: Kann ich mit meiner Art, Dinge anzupacken, das anders hinbekommen?“ Schmadtke liefert also eine inhaltliche Begründung für seinen Schritt nach Wolfsburg. Gerüchten, es sei dabei vor allem um eine fürstliche Entlohnung gegangen, widerspricht er. Bei anderen Vereinen habe er schon mehr verdient. „Aber ich will mich gar nicht gegen diese Annahme wehren – sie interessiert mich einfach nicht. Ich werde keine Neid-Debatte befeuern.“ Zuletzt sah sich Schmadtke nach seinem Aus beim 1.FC Köln Vorwürfen ausgesetzt, weil er in der prekären sportlichen Lage des späteren Absteigers eine Abfindung in Höhe von drei Millionen Euro kassiert haben soll.

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