Bundesliga

Schmadtke gegen Stadion-Verbote für AfD-Anhänger

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Die Länderspielpause in der Bundesliga ist vorüber. Ein Thema, das viele Fans und Vereine beschäftigte, wird die Liga aber wohl weiterhin begleiten. Es geht um den Umgang mit Anhängern der rechts-populistischen Partei AfD. Auch der VfL Wolfsburg bezieht nun Stellung. Jörg Schmadtke will aber keine Stadion-Verbote einführen.

„Letztlich steht es einem Klub nicht zu, an der Stadionkasse politische Meinungen auszusieben“, zitiert die Bild-Zeitung den Sportchef aus dem Klubmagazin Unter Wölfen. Dennoch verweist der frühere Profi auf Werte wie Toleranz, Weltoffenheit und Respekt. „Wer sich damit nicht identifizieren kann, und das gilt offenkundig für die Anhänger dieser Partei, der ist beim VfL Wolfsburg falsch“, so Schmadtke. Das Thema schwelt seit Monaten, vor allem Eintracht Frankfurt und Werder Bremen haben sich klar gegen die AfD positioniert.

„Alamierendes Zeichen für unseren Umgang miteinander“

Mit Blick auf die Umfragewerte der Partei sei nicht auszuschließen, dass Sympathisanten im Stadion der Niedersachsen zu finden seien, so der 54-Jährige. „Ich würde ihn (einen AfD-Wähler, die Red.) nicht per Handschlag begrüßen, weil seine und meine Grundprinzipien nicht zu vereinbaren sind.“ Schmadtke hält die Partei für „nicht wählbar“ und ihre hohen Umfragewerte und Wahlerfolge für „ein alarmierendes Zeichen für unseren Umgang miteinander“. Zudem kritisiert der gebürtige Düsseldorfer Kollegen, die den Fußball als einen unpolitischen Raum bewahren wollen. „Desinteresse oder Nichtwählen führt dazu, dass Ränder gestärkt werden“, so Schmadtke. „Und das ist gefährlich.“ Der langjährige Manager des 1.FC Köln ist seit Sommer diesen Jahres Geschäftsführer Sport bei den Wölfen. Sie treffen am heutigen Samstag auf den FC Bayern (15:30 Uhr).

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