Borussia Dortmund

„Schleudersitz–Ranking“: Schalke liegt knapp vor Bayern und Dortmund!

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Die Saison 2019/20 biegt in ihre heiße Phase ein – und die Vereine werden gerade dann wieder sehr nervös. Im Blickpunkt: Die Trainer! Eine neue Studie zeigt nun auf, dass in der Bundesliga vor allem beim FC Schalke 04, VfL Wolfsburg, FC Bayern München und Borussia Dortmund zügig gehandelt wird.

Jeder Bundesligist strebt nach Konstanz auf dem Trainerstuhl. Bestenfalls soll die Zusammenarbeit über mehrere Jahre gehen, eine gemeinsame Linie gefunden werden. Doch die Planung wird häufig von der Dynamik des Alltags überholt. Im Rahmen einer Studie analysierte das Institut CIES, wie viele Trainer im Durchschnitt einen Klub von Januar 2015 bis Dezember 2019 coachten. Ein entscheidender Faktor: Der jeweilige Coach muss das Team mindestens drei Partien betreut haben und der Klub in diesem Zeitraum dauerhaft in der 1. Bundesliga gespielt haben. Willy Sagnol etwa, der beim FC Bayern München nach der Entlassung von Carlo Ancelotti im Herbst 2017 gegen Hertha BSC eingesprungen war, fällt somit aus der Wertung.

Sechs Trainer in fünf Jahren beim FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 liegt national im „Schleudersitz-Ranking“ zusammen mit dem VfL Wolfsburg ganz vorne. Sechs Trainer haben sich innerhalb von fünf Kalenderjahren Jahren in Gelsenkirchen versucht. Roberto di Matteo, Andre Breitenreiter, Markus Weinzierl, Domenico Tedesco, Huub Stevens und aktuell David Wagner durften oder dürfen sich daran versuchen, Erfolge mit dem Traditionsklub zu feiern. Doch in einem nervösen, sehr unruhigen Umfeld brodelt es zügig, auch David Wagner steht nach nun zehn Bundesligapartien ohne Sieg in der Kritik.

Verantwortliche des FC Bayern und BVB handeln zügig

Doch beim FC Bayern und Borussia Dortmund wird bei Misserfolg ebenfalls nicht lange gefackelt. Nach Pep Guardiola, der insgesamt drei Jahre blieb, folgten Carlo Ancelotti, Jupp Heynckes, Niko Kovac und Hans-Dieter Flick. Dessen Kontrakt läuft bis 2023 – statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, diesen zu erfüllen, also sehr gering. In Dortmund ging es nach der Ära Jürgen Klopp deutlich schneller mit Entlassungen: Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger und Lucien Favre konnten den Über-Trainer nicht vergessen machen.

In Bremen bleiben die Bosse gelassen

Sprich: Trainer in Wolfsburg und auf Schalke erleben durchschnittlich nur 28 Partien und damit nicht mal eine Saison auf der Bank mit. In Dortmund und München reicht es im Schnitt immerhin für 34 Spiele und eine Saison in der Bundesliga. Am ruhigsten geht es für Übungsleiter bei Werder Bremen zu. 56,7 Partien dürfen diese den Klub betreuen, mit Viktor Skripnik, Alexander Nouri und Florian Kohfeldt hat(te) man auch in Krisensituationen oftmals viel Geduld bewiesen.

Bundesliga europäisch gesehen im Mittelfeld

Auf europäischer Ebene befindet sich die Bundesliga damit aber im Vergleich zu den vier anderen europäischen Topligen im Mittelfeld. Hektisch geht es vor allem in der spanischen LaLiga zu, die Erstligisten dort hatten in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 4,6 Trainer. In der italienischen Serie A hatten die Klubs 3,9 Coaches, in Deutschland liegt der Durchschnitt bei 3,8 Coaches pro Verein. In der französischen Ligue 1 (3,4 Trainer) und vor allem in der englischen Premier League (3,2) hat man etwas mehr Geduld mit den Trainern.

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