Bundesliga

Santa Cruz blickt zurück: „Für mich eines der wichtigsten Tore meiner Karriere“

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20 Jahre liegt ein damals bemerkenswerter Transfer des FC Bayern München zurück. Der deutsche Rekordmeister holte im Sommer 1999 den 17 Jahre alten Roque Santa Cruz aus Paraguay – für umgerechnet rund fünf Millionen Euro. Dessen von vielen Verletzungen geprägte Karriere startete äußerst hoffnungsvoll.

Plötzlich kam der Ball zum mit dem Rücken zum Tor stehenden Roque Santa Cruz, der auf unbekümmerte Art und Weise zwei Spieler der Spielvereinigung Unterhaching stehen ließ und Jürgen Wittmann am 28. August 1999 im Derby keine Chance ließ. Es war sein erster Treffer beim zweiten Auftritt auf deutschem Boden – und zugleich der goldene zum 1:0-Erfolg. Das Abenteuer beim FC Bayern München startete hoffnungsvoll, er blickte auf diese Zeit im kicker zurück: „Ich erinnere mich, ich stand in der Startelf, wir verloren in Leverkusen 0:2. Eine Woche später folgte mein Siegtor gegen Unterhaching. Für mich eines der wichtigsten Tore meiner Karriere.“

Karriere stand auf der Kippe

Der Paraguayer fügte an: „Denn Europa war mein Ziel, seit ich als Junge mit dem Fußball angefangen habe.“ Bis 2007 absolvierte der inzwischen 37-Jährige 155 Bundesligaspiele für den FC Bayern, die an ihn geknüpften Erwartungen konnte der als „ewiges Talent“ geltende Stürmer allerdings nicht zu 100 Prozent erfüllen. Ein Problem: die Verletzungsanfälligkeit. Santa Cruz musste in seiner Laufbahn einmal richtig zittern: „Ich hatte so viele, am schwierigsten war es 2004/05 bei Bayern, in den USA operierte mich Doktor Steadman. Aber er sagte mir auch, dass meine Karriere in Gefahr ist. Ich hatte Angst. Ich war 24, der Gedanke, dass es vielleicht nicht weitergeht, war schrecklich. Daher genieße ich es nun, trotz des Alters zu spielen.“

Wichtiger Treffer zum Titelgewinn 2001

Dennoch hat sich das gezahlte Geld für die Münchener alles in allem gelohnt. Es war der Treffer von Santa Cruz, der überhaupt erst den Weg zum dramatischen Titelgewinn 2001 eröffnete. Am 32. Spieltag musste der FC Bayern als Tabellenzweiter zu Bayer 04 Leverkusen, ein Unentschieden hätte beinahe schon das Aus im Rennen um die Schale mit dem FC Schalke 04 bedeutet. Doch kurz vor Schluss fand ein Eckball von Stefan Effenberg den Kopf von Santa Cruz, der ins lange Eck einnickte: „Und ich weiß noch, wie ich damals gejubelt habe. Ohne diesen Sieg hätte zwei Wochen später das 1:1 in Hamburg nicht zum Titel gereicht.“

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