Borussia Dortmund

Sancho wohl durchaus zum Wechsel bereit – Wer lässt den BVB schwach werden?

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Borussia Dortmund hat in drei der vergangenen vier Spielzeiten Transferausgaben von mehr als 100 Millionen Euro verzeichnet. Durch werthaltige Verkäufe hielt sich dabei das Transfer-Saldo stets in einem wenigstens verträglichen Rahmen. Für den Sommer 2020, im Zeichen der Coronakrise, steht wohl weniger emsiges Treiben an. Es sei denn, Jadon Sancho verließe den Klub.

Die Bereitschaft soll der Engländer durchaus zeigen, wie etwa der kicker berichtet. Schon länger ist die Rede von einer Art Gentlemen’s Agreement zwischen dem BVB und seinem Ausnahmetalent. Demzufolge würde Dortmund den Engländer ziehen lassen, sofern er mit einem neuen Verein vorstellig wird, der die Ablöseforderung bedienen will. Diese Forderung beläuft sich ohne jeden Corona-Rabatt weiterhin auf eine Summe nördlich der 100 Millionen Euro, so das Fachmagazin.

Es braucht nur einen Klub

Dass sich auch für diese stolze Stange Geld für gewöhnlich ein Klub finden ließe, der Sancho unbedingt haben will, steht wohl außer Frage. Aber ebenso, dass im Sommer 2020 der Transfermarkt keineswegs gewöhnlich ablaufen dürfte. Immerhin haben selbst reiche englische Klubs Einnahme-Einbußen zu verzeichnen, die womöglich ins Kontor schlagen als der potenzielle Imageschaden, den ein Premier-League-Teilnehmer womöglich zu erwarten hätte, wenn er in einer gesamtgesellschaftlichen Ausnahmesituation das Rad des Transfermarkts weiter überspannt. Klar ist aber auch: Es braucht nur einen Klub, dem die Umstände weniger wichtig sind als die Aussicht, Sancho in den eigenen Reihen zu haben.

Abschied scheint weiter fraglich

Dennoch bleibt fraglich, ob Sancho den BVB tatsächlich zwei Jahre vor Ablauf seines gültigen Arbeitsvertrags verlässt. In Dortmund könnten sie sicher damit leben, ihn ein Jahr länger als vor wenigen Monaten noch erwartbar gewesen wäre zu behalten. Auch wenn ohne die großen Einnahmen diesmal auch für den BVB auf dem Markt nur kleinere Sprünge möglich wären. An der Stelle hilft, dass mit Emre Can und Erling Haaland im Winter zwei Top-Spieler auch als eine Art Vorgriff auf den Sommer zum BVB kamen.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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