Frankreich

Sagnol: Das ist die Gefahr bei PSG

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Willy Sagnol hat sich nach seinem Ende beim FC Bayern München im Herbst etwas zurückgezogen. Er konnte daher genau beobachten, was Paris Saint-Germain im Vergleich zu anderen Spitzenvereinen in Europa trotz des vielen Geldes fehlt. Der ehemalige Profi sieht eine große Gefahr.

Sagnol erinnerte im kicker daran, dass PSG im Vergleich zu Topklubs wie dem FC Bayern München, FC Barcelona oder Real Madrid noch „ein junger Verein ist – er wurde erst 1970 gegründet.“ Dadurch fehle es dem Klub an Identität und Kultur, die noch einige Jahrzehnte wachsen müsse. Allerdings stellt sich die Frage: Hat Nasser Al-Khelaifi diese Geduld? Der Investor will mit den ganz großen Teams mithalten und die Champions League gewinnen.

Abhängig von Neymar

Gegen Real Madrid stieß das Team wieder an seine Grenzen, ohne Neymar konnte der Hauptstadtklub nicht mehr mithalten. „In gewisser Weise ist eine Mannschaft natürlich abhängig von einem solchen Ausnahmespieler“, sagte Sagnol und erkannte in der aktuellen Vereinspolitik eine Gefahr. Al-Khelaifi investierte seit 2011 935 Millionen Euro in neue Akteure und suchte dabei immer nach dem einen Heilsbringer. Mit Neymar schien dieser gefunden, doch die Verletzung des Angreifers hat den Klub in gewisser Weise erschüttert.

Gefahr bei PSG

„Für Paris besteht das einzige Risiko dieser Politik darin, dass am Ende Spieler wichtiger als der Verein sind. In einem Topverein wie Bayern, Real oder Barcelona ist immer der Verein das Wichtigste; bei Paris ist das vielleicht noch nicht so“, erklärte der 40-Jährige. Der Klub wolle womöglich zu viele Stufen auf einmal nehmen und so sei es, wie im Leben: „Da kannst du auch stolpern.“

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