Eintracht Frankfurt

Russ: Das war der Schlüssel zum Erfolg

on

Aus der Commerzbank-Arena berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Frankfurter Eintracht hat ihr Ziel, einen großen Schritt in Richtung Europa-League-Sechzehntelfinale zu machen, gegen Apollon Limassol mit einem souveränen 2:0-Heimsieg erreicht. Innenverteidiger Marco Russ zeigte sich begeistert und lobte vor allem die Sturmreihe.

Die Laune nach Abpfiff war gut bei Marco Russ, der aktuell seine dritte Europa-League-Teilnahme nach 2007 und 2013/14 mit der Eintracht erlebt. Er kam nach 68 Minuten für den verletzt ausgewechselten Kapitän David Abraham – der Argentinier war umgeknickt bei einem Foul im ersten Durchgang und hatte im Verlauf der zweiten Halbzeit zu starke Schmerzen verspürt – und war sofort voll drin im Spiel. Am Ende wurde der 33-Jährige noch zu einem entscheidenden Faktor, er kratzte bei der Dreifachchance von Limassol zehn Minuten vor dem Ende der Partie den Ball von der Linie, nachdem dieser zuvor schon an Latte und Pfosten gehämmert wurde. „Die Situation hat mich ein bisschen an das Spiel in Hoffenheim erinnert. Manchmal muss man Glück haben“, ordnete Russ die einzige Möglichkeit des ansonsten überforderten und harmlosen Gegners aus Zypern ein.

„Riesenschritt“ gemacht

Ansonsten erkannte das Eigengewächs der Eintracht, der die Kapitänsbinde von Abraham nach dessen Auswechslung übernahm, dass die Mannschaft „einen Riesenschritt“ in Richtung nächste Runde gemacht habe. Olympique Marseille verlor sein Heimspiel Lazio Rom (1:3) und liegt nun, wie Apollon auch, acht Zähler hinter den Hessen. Russ mahnte auf Nachfrage von fussball.news allerdings sofort: „Wir sind uns bewusst, dass wir noch Punkte brauchen. Das nehmen wir in zwei Wochen in Angriff, dann wären wir schon durch.“ Ziel sei es, den „ersten Rang“ zu verteidigen.

Die Arbeit der Stürmer als Schlüssel zum Erfolg

Dafür müssen die Frankfurter an die gezeigten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Gegen Limassol waren die Hessen von Beginn an „aggressiv und mit viel Power unterwegs.“ Russ hob vor allem die Offensivabteilung rund um Ante Rebic, Sebastien Haller, Mijat Gacinovic und Filip Kostic hervor: „Sie haben gleich Gas geben.“ Er habe sich mit Abraham über deren Pensum unterhalten: „Wenn die drei, vier oder fünf Spieler da vorne so arbeiten, wie sie es von Anfang an gemacht haben, dann ist es für uns Abwehrspieler natürlich einfacher.“

25 Torschüsse!

Es ist der Schlüssel zum aktuellen Erfolg der Hessen: „Wir bauen so schon den Druck in der gegnerischen Hälfte auf und haben dann weniger Meter zum Tor.“ Dies klappe zwar noch nicht in Perfektion, „aber wir befinden uns auf einem sehr guten Weg.“ Der Blick auf die Daten gibt Russ Recht: 25 Torschüsse, 51 Prozent gewonnene Zweikämpfe und teilweise ein schnelles, kaum aufzuhaltendes Kombinationsspiel prägten die Begegnung.

Im Abschluss fehlte die Konzentration

Allerdings verpasste es die Eintracht, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden und das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Die Offensivkräften vergaben reihenweise Topchancen, zudem wurde ein elfmeterreifes Foul an Rebic nicht geahndert. So musste vor allem die Sturmreihe am Ende Tribut für das hohe Tempo zahlen, wie Russ erkannte: „Das man dann nicht immer voll fokussiert ist beim Abschluss, ist auch klar.“ Er wollte den Angreifern, die für eine Qualität, Power und Athletik sorgen, „wie ich es in der Breite noch nicht bei uns erlebt habe“, keine Vorwürfe machen: „Wer unsere Stürmer kennt, der weiß, dass es sie wurmt. Es kann auch nicht immer alles klappen, sonst würden wir die Liga mit über 100 Toren abschließen.“

About Christopher Michel

1 Comment

  1. Flutschwoscht

    26.10.2018 at 10:12

    Einfach nur saugeil, wie hammermäßig die SGE spielt. Actionfussball vom feinsten und nicht so ei verf… Taktik Gedönse wie früher immer, wo Laktattests alles waren was zählt. Stichwort Caio sage ich da nur! Da hat man heute als Eintracht Fan nach all der Jahren der Not und des Elends, endlich wieder richtig Freude am Fussball. Besonders damals die Zeit unter Bruchhagen und Funkel war schlimm. Ekelhaftes Defensivgegurke war das, zum gruseln und weglaufen und das F(or)unkel hat sich dabei noch immer richtig wohlgefühlt. Deswegen glaube ich auch das der beim 7:1 gegen seine Fortuna einen riesen Ständer hatte, weil es für ihn ja scheinbar ja so erregend ist immer zu verlieren…

    Eintracht Frankfurt macht einfach Spass. Bobic als Chef, Hütter als Trainer, die ganzen hammer aggressiv spielenden Spieler, alles passt zusammen. Mittlerweile Geilster Verein ever! Danke Jungs das ihr so geilen Fussball spielt. Weiter so!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.