Bundesliga

„Rosenheim statt Rio“: Rummenigge will mit FCB Gegenpol zu englischen Klubs sein

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München – Der Wechsel von talentierten minderjährigen Fußballspielern zu großen Vereinen in Europa ist längst Alltag. Besonders in England werden immer wieder junge Spieler, oft sogar schon im Alter von zehn, elf Jahren, von großen Klubs verpflichtet. Diese Transfers kritisierte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nun im aktuellen Bayern-Magazin scharf.

Fokus auf regionale Talente

Transfers von minderjährigen Spielern zu großen europäischen Clubs sorgen immer wieder für Diskussionen. So wurde dem FC Barcelona im Jahr 2014 wegen unerlaubter Transfers minderjähriger Spieler (von 2009-2013) ein Transferverbot für die zwei Wechselperioden im Sommer und Winter 2015 auferlegt. Zu diesem Verhalten hat Karl-Heinz Rummenigge eine klare Meinung: “Wir wollen keine Zehn- oder Elfjährigen nach München holen wie die Engländer, bei denen man teilweise schon von ‚Kidnapping‘ sprechen kann. Da hätte ich moralische Bedenken“, schrieb er im aktuellen Bayern-Magazin. Zwar habe der deutsche Rekordmeister in Sachen Jugendarbeit „sowohl national als auch international etwas den Anschluss verloren“, allerdings sei eine Orientierung am englischen Transfergebaren deswegen noch lange keine Option. Stattdessen will der FC Bayern Talente erst ab dem vierzehnten Lebensjahr verpflichten und sich dabei auf die unmittelbare Umgebung konzentrieren: „Unsere Schwerpunkte werden ganz klar Deutschland und der bayerische Raum sein. Unsere künftigen Talente werden also sicherlich eher aus Rosenheim kommen und nicht aus Rio“, so Rummenigge.

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Erneute Kritik an der Mannschaft

Klare Worte fand der 61-Jährige im Vereinsmagazin auch für den aktuellen Kader des FC Bayern. Bereits nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2) kritisierte er die Einstellung des Teams, nun legte er schriftlich nach: Mit dem Auftreten der Mannschaft in der Bundesliga „konnten wir zuletzt nicht zufrieden sein“, gegen Gladbach soll die Mannschaft nach Rummenigges Wunsch „auf die Siegerstraße zurückkehren“. Weil die letzten vier Spiele gegen die Mannschaft von Andre Schubert nicht gewonnen wurden, habe Bayern „Nachholbedarf“, allerdings auch, weil „wir in allen drei Wettbewerben vor wegweisenden Spielen stehen“, schrieb Rummenigge.

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