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2. Bundesliga

Roundup: Siege für VfB und Arminia – HSV wirft in Überzahl zwei Punkte weg

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In den Sonntagsspielen der 2. Bundesliga waren die drei ersten der Tabelle im Einsatz. Der VfB Stuttgart verschärfte die Krise von Dynamo Dresden mit einem 3:1. Der Hamburger SV holte bei Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden nur ein 1:1. Arminia Bielefeld schaffte gegen Holstein Kiel ein 2:1.

Im Schwabenland wollten die Hausherren nach dem Weiterkommen im Pokal beim HSV auch in der Liga nach drei Niederlagen am Stück zurück in die Erfolgsspur. Die Sachsen waren auf dem Papier der perfekte Gegner, wartete das Team von Cristian Fiel doch gar vier Spiele auf einen Punkterfolg. So dauerte es auch nur drei Minuten, bis der VfB in Führung ging. Nach einer Ecke köpfte Marc-Oliver Kempf Richtung Tor, Brian Hamalainen beförderte den Ball bei seiner versuchten Rettungsaktion ins eigene Tor. Die Gäste brauchten eine ganze Weile, um in die Partie zu finden. Moussa Kone hatte dann aber gleich drei Chancen auf den Ausgleich. In der 20. Minute verfehlte sein Schuss den Kasten um Zentimeter, in der 37. konnte er die Kugel gleich zweimal mit der Fußspitze nicht unterbringen. Zwischenzeitlich hatte Philipp Klement die Latte zittern lassen (23.). Sieben Minuten vor der Pause nutzte Santiago Ascacibar eine starke Vorlage von rechts mit einem satten Schuss unter die Latte zum 2:0. Der Argentinier glaubte kurz darauf, einen Doppelpack vollendet zu haben. Jedoch stand Philipp Förster zuvor im Abseits. Es war bereits der zweite korrekt aberkannte Treffer, denn auch Nicolas Gonzalez hatte aus Abseitsposition startend einen Schuss im Tor untergebracht (31.). Mit dem Halbzeitergebnis waren die Gäste also noch ordentlich bedient, obwohl sie auch selbst Chancen hatten.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff entwischte Kone Nathaniel Philipps, der beim Versuch den Ball per Grätsche wegzuspitzeln den Angreifer zu Fall brachte. Nach längerer Videounterbrechung entschieden die Unparteiischen zurecht auf Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an und verlud Gregor Kobel problemlos. So stand es nach 51 Minuten nur noch 1:2 aus Sicht von Dynamo Dresden. In der Folge war dem VfB Stuttgart durchaus eine gewisse Verunsicherung anzumerken, wobei das Team von Tim Walter durchaus verstand, das Spielgerät recht weit weg vom eigenen Tor zu halten. Gegen Spielende drängte es dann doch auf die Entscheidung, doch Klement (75.) und Förster (77. und 82.) scheiterten aus aussichtsreicher Position an Kevin Broll im Dresdner Tor. Auch die Gäste kamen in dieser Phase zu Chancen, der eingewechselte Luka Stor vergab seinerseits in bester Lage vor Kobel (77. und 78.). Der Sekunden zuvor eingewechselte Silas Wamangituka sorgte letztlich für das beruhigende 3:1. Nach beherztem Solo über den rechten Flügel hatte er bei seinem Abschluss viel Glück, denn er wurde entscheidend abgefälscht und fand nur so den Weg über Broll hinweg ins Netz. Die Gäste hatten nichts mehr entgegenzusetzen.

Stuttgart machte so zwei Punkte auf den HSV gut, während Dynamo nach der fünften Niederlage am Stück nun Schlusslicht ist.

HSV mit Pflichtsieg

Im Duell des Tabellenführers HSV beim Schlusslicht Wehen schienen die Vorzeichen eindeutig. Jedoch gingen die Hausherren mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage ins Rennen. So entwickelte sich entgegen der allgemeinen Erwartung eine durchaus auf Augenhöhe geführte Partie. Innerhalb der ersten zehn Minuten tauschten die Teams Chancen aus, wobei Jeremias Lorch für den SVW knapp verzog und Lukas Watkowiak einen Schuss von Lukas Hinterseer herausragend parierte. Anschließend hatte Maximilian Dittgen eine weitere Großchance. Spätestens in der 21. Minute wäre die Führung für den Außenseiter nicht unverdient gewesen. Stefan Aigner scheiterte allerdings im Eins-Gegen-Eins mit Daniel Heuer Fernandes. Sieben Zeigerumdrehungen später klärte Niklas Dams einen clever verzögerten Schuss von Sonny Kittel auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper. Das Unentschieden zur Pause ging durchaus in Ordnung, wobei beide Teams gut und gerne hätten treffen können.

Nach der Unterbrechung dauerte es dann auch keine drei Minuten, um das erste Tor zu bestellen. Einen eigentlich ziemlich zentralen Schuss von Tim Leibold parierte Watkowiak nach vorne, David Kinsombi ließ sich nicht zweimal bitten. Augenblicke später erzielte Bakery Jatta das vermeintliche 2:0, stand jedoch im Abseits. In der 57. Minute schwächte Aigner den SV Wehen Wiesbaden mit einem Tritt auf den am Boden liegenden Leibold zusätzlich. Nach Videostudium durch Schiedsrichter Rene Rohde sah der Routinier Rot. Die nummerische Überlegenheit nutzte der Hamburger SV nun für clevere Ballstaffetten und wartete auf sich ergebende Gelegenheiten. Adrian Fein setzte einen Schlenzer aus der Distanz in der 67. Minute nur knapp neben das Tor. Vier Minuten später hätte Jatta alleine vor Watkowiak für die Entscheidung sorgen müssen, blieb jedoch am Keeper hängen. Torschütze Kinsombi vergab fünf Minuten vor Schluss aus elf Metern knapp über den Kasten. Der Chancenwucher des Tabellenführers sollte sich rächen. Mit dem ersten Torschuss der Gäste im zweiten Durchgang erzielte der frühere Hamburger Nachwuchsspieler Törles Knöll den völlig überraschenden Ausgleichstreffer.

Durch den späten Punktgewinn verließen die Hausherren das Tabellenende, liegen nun auf Relegationsplatz 16. Der HSV bleibt Spitzenreiter, liegt aber gleichauf mit Arminia Bielefeld und nur zwei Zähler vor Stuttgart.

Auch Bielefeld setzt sich durch

Auf der Alm hofften die Hausherren auf Patzer der Konkurrenz, waren aber auch vor den Störchen gewarnt. Die hatten schließlich kürzlich beim VfB Stuttgart drei Punkte entführt. Auch in Ostwestfalen ließen erste Chancen nicht lange auf sich warten. Dabei war es Emmanuel Iyoha für die KSV Holstein, der nach fünf Minuten nur knapp am Kasten vorbei zielte. Die Gäste erspielten sich fortan ein Übergewicht an Chancen, ohne aber echte Hochkaräter zu kreieren. Die Hausherren taten sich immer schwerer, bekamen dank ungeschickten Zweikampfverhaltens von Jonas Meffert nach 32 Minuten aber entscheidend den Fuß in die Tür. Der Mittelfeldmann legte Marcel Hartel, den fälligen Strafstoß nutzte Goalgetter Fabian Klos aufreizend lässig für sein bereits achtes Saisontor. Kiel reagierte unbeeindruckt, kam mit Jae-sung Lee (35.) zu einer ordentlichen Ausgleichschance. Dennoch ging es mit der knappen und leicht schmeichelhaften Halbzeitführung des DSC Arminia in die Kabine.

Nach der Pause schickte sich die Mannschaft von Uwe Neuhaus an, sich ihre Führung nachträglich zu verdienen. Jonathan Clauss kam erst in der 47. zu einer Kopfballchance, prüfte vier Minuten später Ioannis Gelios aus der Distanz. Holstein Kiel näherte sich dem Ausgleich bei einer Freistoßflanke von Alexander Mühling an (57.), der Ball wurde lang und länger, ging aber knapp am Kasten vorbei. Die Gäste kamen nun wieder besser in die Partie und kamen durch Iyoha in der 68. Minute durchaus nicht unverdient zum Ausgleich. Lee hatte blendend aufgelegt, der U21-Nationalspieler behielt im Fallen die Coolness. Arminia Bielefeld schlug aber wenig später zurück. Klos legte auf, Sturmpartner Andreas Voglsammer erzielte mit einem tollen Schuss aus der Drehung die neuerliche Führung (73.). Erneut steckte Kiel nicht auf, kam zehn Minuten vor Schluss über Janni Serra beinahe zum zweiten Ausgleich. In der Nachspielzeit musste Joakim Nilsson in höchster Not für Daniel Ortega auf der Linie retten.

Bielefeld schloss durch den knappen Erfolg zum HSV an der Spitze auf, während Kiel auf Platz zwölf abrutscht.

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