1. FC Heidenheim

Roundup: Nürnberg gibt Sieg aus der Hand, Sandhausen springt auf Rang zwei

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Zum Auftakt in den 5. Spieltag der 2. Bundesliga hat der 1.FC Nürnberg daheim gegen den 1.FC Heidenheim eine Zwei-Tore-Führung spät verschenkt. Gleichzeitig gewann der SV Sandhausen 1:0 gegen den SV Darmstadt 98.

Im Duell zwischen den Franken und dem Klub von der Ostalb zeigten die Gastgeber früh, wer Chef im Ring sein sollte. Binnen weniger Minuten nach Anpfiff sammelte der Absteiger Abschlüsse durch Robin Hack und Enrico Valentini, die aber allenfalls als Warnschuss gelten konnten. Heidenheim hatte hingegen nach zehn Minuten die erste Großchance. Christian Mathenia behielt im Eins-gegen-Eins mit dem durchgebrochenen Maurice Multhaup aber die Oberhand. Nach 20 Zeigerumdrehungen wähnte sich Nürnberg in Führung, ein Treffer von Hack erhielt aber wegen einer Abseitsstellung von Michael Frey in der Vorbereitung keine Anerkennung. Zehn Minuten später zählte ein Tor von Nicola Dovedan dann aber. Einen langen Ball hatte zuvor wohl Timo Beermann im Kopfballduell mit Frei auf das Haupt des ehemaligen Heidenheimers verlängert. Zweimal Hanno Behrens und erneut Dovedan vergaben anschließend Chancen auf ein 2:0 vor der Pause.

Heidenheim kam mit etwas mehr Mut aus der Kabine, die Chancen fielen aber zunächst auf der anderen Seite. Hack etwa prüfte Kevin Müller nach 52 Minuten mit einem strammen Flachschuss. Auch Geis und Valentini hatten Gelegenheiten auf den zweiten Treffer. Marc Schnatterer setzte in der 65. Minute eine verunglückte Flanke auf den Querbalken, für die Statistik war es der erste Heidenheimer Schuss auf das Tor. Der Club wusste spätestens nun, wie gefährlich seine schmale Führung lebte. Johannes Geis sorgte 20 Minuten vor Schluss mit einem sensationellen Treffer für vermeintliche Beruhigung. Der Mittelfeldmann nahm einen abgewehrten Ball mittig kurz vor dem Strafraum volley und ließ Müller nicht den Hauch einer Chance. Neun Minuten vor Schluss kam Heidenheim durch einen Fernschuss von Niklas Dorsch allerdings wieder auf einen Treffer heran. Mathenia machte beim nicht sonderlich platzierten Linksschuss nicht den besten Eindruck. Nur zwei Minuten später glichen die Gäste dem Spielverlauf nach völlig überraschend aus. Der eingewechselte Stefan Schimmer nagelte einen Ball aus kurzer Distanz in die Maschen.

Heidenheim verhinderte durch das späte Comeback die dritte Niederlage in Serie. Nürnberg verpasste hingegen den Sprung auf Rang drei. Sogar auf Platz zwei steht derweil nunmehr der SV Sandhausen, der am Freitagabend sein Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 gewann.

Sandhausen springt auf Platz zwei

Auch in Sandhausen dauerte es nicht lange, bis die ersten Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen waren. Die Gastgeber, bisher wohl das Überraschungsteam der 2. Bundesliga, waren dabei durch einen Volley von Dennis Diekmeier in der 3. Spielminute einem Führungstreffer durchaus nahe. Fünf Minuten später senkte sich eine Flanke von Patrick Herrmann bedrohlich, doch Keeper Martin Fraisl war auf dem Posten. Die Partie pendelte sich nicht auf höchstem Niveau, sehr wohl aber unterhaltsam mit häufigen Strafraumszenen ein. Dabei erarbeitete sich Sandhausen ein leichtes Chancenplus, vor allem Mario Engels und Kevin Behrens zeigten sich wie in den vergangenen Partien gefährlich. Marcel Heller und Serdar Dursun klopften gegen Ende des 1. Durchgangs auf Seiten von Darmstadt nochmal an.

In der 2. Halbzeit dauerte es keine zwei Minuten, ehe dem SVS der Führungstreffer gelang. Erik Zenga nahm einen geblockten Schuss auf, ging an einem Defensivspieler vorbei und schloss kraftvoll flach ins Netz ab. Für die Lilien kam es in der 58. Minute noch schlimmer. Victor Palsson sah für ein Foul an seinem isländischen Landsmann Rurik Gislason Gelb-Rot. Sandhausen gelang es nun über weite Strecken, das Spielgeschehen vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Nach 73 Minuten ließ Behrens mit einem sehenswerten Volleyschuss eine Gelegenheit zur wohl endgültigen Entscheidung aus. Darmstadt warf mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorn und hatte unter anderem durch Dario Dumic in der 88. Minute die Chance auf den Ausgleich, sein Schuss wurde aber geblockt. Den Gastgebern boten sich dadurch Räume, Robin Scheu vergab in der Nachspielzeit aber eine Großchance im Duell mit Florian Stritzel. Rächen sollte sich das aber nicht mehr.

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