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2. Bundesliga

Roundup: Hannover wartet daheim weiter, Regensburg verpasst Satz auf Platz vier

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Zum Auftakt des 12. Spieltags der 2. Bundesliga hat Hannover 96 gegen den SV Sandhausen 1:1 gespielt. Zeitgleich holte Jahn Regensburg gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück trotz zweifacher Zwei-Tore-Führung nur ein 3:3.

Beim für Bundesliga-Absteiger Hannover 96 ungeplanten tabellarischen Nachbarschaftsduell gegen den SV Sandhausen standen die Hausherren unter großem Erfolgsdruck, nachdem in der Vorwoche trotz Führungstreffer in der Nachspielzeit beim Karlsruher SC nur ein Punkt heraussprang. Entsprechend kam das Team von Mirko Slomka auch zu Beginn aus der Kabine. Nach nur sieben Minuten nutzte Hendrik Weydandt per Kopf die erste Großchance zur Führung. Julian Korb hatte nach starkem Dribbling gefühlvoll von der rechten Seite geflankt. Im Gegenzug musste Ersatzkeeper Michael Esser seine Qualitäten beweisen, indem er einen Schuss von Philip Türpitz sehenswert entschärfte. Die Gäste waren nun besser im Spiel, hatten aber Glück, dass Marvin Ducksch in der 20. Minute frei vor dem Sandhäuser Tor deutlich zu hoch ansetzte. Anschließend hatte Kevin Behrens zwei Chancen auf den Ausgleich (24., 26.), ehe sein vermeintlicher Ausgleichstreffer wegen einer Abseitsposition in der Vorbereitung keine Anerkennung fand. Nun war der Gast endgültig tonangebend, verpasste vor der Pause in den Personen von Julius Biada und Rurik Gislasson, jeweils per Kopf, aber erneut den inzwischen eigentlich hochverdienten Ausgleich.

Wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff forderte Sandhausen einen Handelfmeter, den es jedoch auch nach Video-Überprüfung nicht gab. Edgar Prib hatte den Ball an den Oberarm bekommen. Die Gäste blieben am Drücker, Türpitz setzte einen Freistoß in der 52. Minute nur etwa knapp zu hoch an. Fünf Minuten später musste Esser gegen Denis Linsmayer auf der Hut sein, dessen Schuss aus nassem Rasen tückisch schnell wurde. Marc Stendera hatte kurz danach eine seltene Chance auf Entlastung für Hannover, sendete nach guter Vorarbeit von Korb aus der Drehung jedoch den Ball weit über das Tor. In der 62. Minute war es aus Sicht der Gäste endlich so weit: Nach einem Einwurf wurde Linsmayer an der Strafraumgrenze gefoult, alles rechnete mit einem Pfiff. Schiedsrichter Sören Storcks hatte die Pfeife auch schon im Mund. Doch der gerade eingewechselte Aziz Bouhaddouz nahm den freien Ball auf und schob aus der Vorteilssituation zum überfälligen Ausgleich ein. In der Folge spielten beide Teams spürbar auf Sieg, klare Torchancen blieben aber nun Mangelware. So versandeten die Bemühungen beider Mannschaften bis zum Schlusspfiff letztlich ohne weitere nennenswerte Szene.

Hannover 96 wartet nun auch nach sechs Heimspielen auf den ersten Dreier und rangiert in der Tabelle auf Platz 13. Der SV Sandhausen ist inzwischen sieben Spiele sieglos, aber immerhin neunter.

Regensburg springt nicht auf Rang vier

Im Parallelspiel wollten die Gäste vom VfL Osnabrück endlich den Torfluch besiegen, sie gingen mit einer schon 437 Minuten andauernden Flaute in die Partie. Jahn Regensburg hatte wiederum die Chance, sich in der Tabelle weiter oben festzusetzen. Die Hausherren hatten zunächst auch mehr von der Partie, kamen durch Marco Grüttner (3.) und Sebastian Stolze (8.) zu guten Gelegenheiten. Gerade die zweite Chance forderte Philipp Kühn zu einer ersten Großtat auf. Marc Heider meldete auf Seiten der Niedersachsen nach einer Viertelstunde erste offensive Ambitionen an. Anschließend verflachte die Begegnung bis zur 30-Minuten-Marke. Dann sollte es aber Schlag auf Schlag gehen. Erst verpasste Grüttner im Eins-Gegen-Eins mit Kühn noch den Kasten. In der 32. Minute aber sorgte Jan-Marc Schneider sehenswert per Fallrückzieher in der zweiten Welle eines Eckballs für die Führung des SSV Jahn. Der Torschütze und Max Besuschkow hätten kurz darauf beinahe nachgelegt, dies erledigte zwei Minuten vor der Pause Kapitän Grüttner. Bei einem mustergültigen Konter hatte ihn Stolze uneigennützig eingesetzt, der Routinier schob überlegt zur vermeintlich beruhigenden Pausenführung ein.

Das Minutenzählen bei Osnabrück hatte aber in der 49. Minute endlich ein Ende. Marcos Alvarez legte es mit einem absoluten Traumtor nach über acht Stunden Spielzeit zu den Akten, indem er mehrere Abwehrspieler umkurvte und mit einem Schlenzer abschloss. Regensburg hätte den Treffer freilich mit resoluterem Defensivverhalten verhindern können. Die Hausherren behielten aber die Ruhe und konnten erneut mit einem Konter im eigenen Stadion den alten Abstand in der 53. Minute wiederherstellen. Freiburg-Leihgabe Chima Okoroji behielt alleine auf das Tor zulaufend die Nerven und jagte das Spielgerät kraftvoll in die Maschen. Regensburg spielte nun jeden Konter wie entfesselt, Schneider scheiterte mit dem vierten Tor für die Donaustädter am Pfosten (57.). Osnabrück glaubte dennoch an eine Rückkehr in die Partie. Nach einer Stunde verhinderte Alexander Meyer gegen Moritz Heyer mit starker Parade den Anschluss. Drei Minuten später war er im gleichen Duell chancenlos, der Schuss von Heyer aus etwa 15 Metern ging durch zahlreiche Abwehrbeine. Der Verteidiger schnürte in der 72. Minute sogar einen Doppelpack, erneut kam die Vorlage über die linke Seite flach in die Mitte, Heyer traf diesmal völlig unbedrängt vom Elfmeterpunkt. Osnabrück schien dem Siegtreffer in der Schlussphase näher, Joker Niklas Schmidt traf fünf Minuten vor Spielende allerdings lediglich das Außennetz.

Durch die Punkteteilung verpasst Jahn Regensburg den Sprung auf Platz vier, überholte aber den 1.FC Heidenheim auf dem 5. Rang. Der VfL Osnabrück verbesserte sich zwischenzeitlich auf Rang 14.

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