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2. Bundesliga

Roundup: Dresden gewinnt Kellerduell – St. Pauli und Bochum unentschieden

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Der Auftakt des 13. Spieltags der 2. Bundesliga am Freitagabend stand ganz im Zeichen des sich abzeichnenden Abstiegskampfs. Dynamo Dresden spielte gegen den SV Wehen Wiesbaden 1:0. Im Parallelspiel trennten sich der FC St. Pauli und der VfL Bochum 1:1.

In Sachsen trafen sich der Tabellenletzte und der -vorletzte zum absoluten Kellerduell. Dabei ging der Aufsteiger aus Hessen nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV und insgesamt fünf Spielen ohne Niederlage mit der breiteren Brust ins Rennen. Die Hausherren verloren zuvor fünf Spiele am Stück. Von Abstiegsangst war dennoch bei beiden Teams zunächst nichts zu spüren, wenngleich große Torchancen lange auf sich warten ließen. Nach 24 Minuten kam Jannis Nikolaou aus spitzem Winkel per Volley nach einem Freistoß zur ersten ernsthaften Annäherung für Dynamo. Zwei Minuten später wähnte sich Wehen durch Torjäger Manuel Schäffler in Führung. Der schöne Treffer nach einem Konto fand jedoch keine Anerkennung, weil zuvor beim Angriff der Dresdner der Ball mit vollem Umfang im Toraus war. So ging es mit Abstoß für die Gäste weiter. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff gelang dem Schlusslicht mit dem besten Angriff der Partie die Führung. Moussa Kone war über den rechten Flügel in den Strafraum gedrungen und bediente Alexander Jeremejeff, der knapp vor Torhüter Lukas Watkowiak an den Ball kam und ihn ins Netz spitzelte. Umständehalber mag die Führung für Dynamo etwas glücklich gewesen sein, dem Aufwand im Spiel beider Teams war sie jedoch nicht gänzlich unangemessen.

Nach Wiederbeginn hatte Jeremejeff die erste Gelegenheit auf eine potenzielle Vorentscheidung (48.), zielte mit einem Abschluss aus aussichtsreicher Position aber zu deutlich zentral auf Watkowiak. Auch Sturmpartner Kone (54.) ließ das 2:0 für Dynamo Dresden ziemlich kläglich liegen. Patrick Ebert hatte ihn mustergültig mit der Hacke bedient, ein Abspiel in die Mitte wäre anschließend die bessere Entscheidung des Stürmers gewesen. Der SV Wehen Wiesbaden meldete sich in dieser Phase allenfalls mit einer harten Gangart in Zweikämpfen zu Wort. Dabei hielt aber auch Dynamo dagegen. Die Sachsen blieben das gefährlichere Team, in der 69. Minute verpasste Kone nach Kopfballablage von Florian Ballas nur knapp einen Abschluss aus kürzester Distanz. Eine echte Chance auf den Ausgleich hatte Wehen auch bis in die Schlussphase hinein nicht fabriziert, wegen der vergebenen Gelegenheiten der Dresdner blieb die Partie aber auch spät noch in Reichweite der Gäste. Zu einer Großchance kamen sie aber auch in vier Minuten Nachspielzeit nicht.

Durch den verdienten Heimerfolg tauschten Dynamo Dresden und der SV Wehen Wiesbaden vor der Länderspielpause die Plätze.

St. Pauli und Bochum liefern sich nur über 45 Minuten einen Schlagabtausch

In Hamburg trafen der Tabellenneunte und der 16. aufeinander. Allerdings lagen vor dem Anpfiff nur zwei Zähler und zwei Tore zwischen den gastgebenden Paulianern und der Elf aus dem Ruhrgebiet. Es entwickelte sich vom Start weg eine lebhafte Partie, in der Danny Blum noch in der Auftaktminute hätte das 1:0 für Bochum erzielen können. Nach vier Zeigerumdrehungen traf Waldemar Sobota für die Hausherren den Pfosten. Augenblicke später war es passiert: Robin Himmelmann konnte einen Abschluss von Sylvere Ganvoula noch abwehren, im Nachsetzen war aber Simon Zoller zur Stelle. Bereits fünf Minuten später gab jedoch Sobota die passende Antwort. Der Flügelspieler fand sich mit zuviel Platz an der Strafraumkante und versenkte gekonnt ins Eck. Die Partie beruhigte sich kaum. Auch die Gäste trafen über Anthony Losilla die Torumrandung (16.), Torschütze Zoller zielte knapp zu hoch (22.). Sobota schnürte nach einer knappen halben Stunde fast den Doppelpack, sein Schlenzer ging jedoch knapp neben den Kasten. Acht Minuten vor der Pause hätte eine abgefälschte Flanke von Danilo Soares beinahe die erneute Führung für Bochum gebracht. Es blieb die letzte gute Chance einer über weite Strecken turbulenten ersten Hälfte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten der FC St. Pauli und der VfL Bochum die Tempo-Vorgabe der ersten Halbzeit nicht aufrecht halten. Vielmehr neutralisierten sich die Mannschaften, wobei die Hamburger durchaus ein optisches Übergewicht erlangten. Es dauerte aber bis zur 63. Minute, ehe Viktor Gyökeres mit einem Versuch aus unorthodoxem Winkel den ersten nennenswerten Torschuss für die Gastgeber verbuchte. Vier Minuten später forderte Dimitris Diamantakos mit einem strammen Abschluss ebenfalls aus spitzem Winkel Manuel Riemann zu einer guten Fußabwehr auf. Die Gäste wachten erst in der Schlussviertelstunde wieder auf. Zunächst scheiterte Losilla an einem Volley (77.), dann parierte Himmelmann stark gegen Chung-yong Lee. In der 89. Minute setzte der für St. Pauli eingewechselte Marvin Knoll einen direkten Freistoß nur um Zentimeter auf der falschen Seite neben den Pfosten. Es blieb die letzte gefährliche Aktion.

Der FC St. Pauli verbesserte sich durch den Punkt auf Rang acht, dürfte am Wochenende aber den ein oder anderen Platz abrutschen. Der VfL Bochum könnte Platz 16 verlassen, wenn der VfL Osnabrück gegen den VfB Stuttgart deutlich verlieren sollte.

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