Bundesliga

Ribery: Das sagt die Statistik über seinen Form-Abbau

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Der FC Bayern wird im Sommer 2019 dem Vernehmen nach einiges Geld in die Hand nehmen, um seinem Kader ein neues Gesicht zu verleihen. Unter anderem werden Nachfolger für die Flügelspieler Franck Ribery und Arjen Robben gesucht. Der Franzose zeigte gerade gegen Borussia Dortmund eine starke Leistung. Sein Form-Abbau ist allerdings unverkennbar.

Das ist nicht nur mit bloßem Auge erkennbar, was etwa das Tempo und die Kondition des 35-Jährigen betrifft. Auch harte statistische Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Am einfachsten lässt sich der Qualitätsverlust beim Franzosen an seinen mangelnden Torbeteiligungen ablesen. Bislang bringt es der Altmeister gerade einmal auf eine Torvorlage. Auf seine gesamte Karriere bei den Münchnern bezogen war er im Schnitt etwa alle 99 Minuten an einem Tor als Schütze oder per Assist beteiligt. Allerdings wäre eine Generalkritik an Ribery aufgrund dieses Statistikwertes und erst elf gespielten Partien in dieser Saison nicht fair. Torerfolge sind in gewissem Rahmen auch dem Zufall unterlegen – und hängen auch von der Leistung der Teamkollegen ab.

Weniger Torschussvorlagen

Allerdings gibt es tiefergehende Werte, die zeigen, warum Ribery hinter seinen herausragenden Zahlen einer illustren Karriere her hinkt. Laut Daten des Statistikportals WhoScored.com liefert der Linksaußen aktuell nur 1,1 sogenannte Key Passes pro 90 Minuten in der Bundesliga und der Champions League ab. Als Key Pass gilt dabei eine unmittelbare Torschussvorlage. Über lange Jahre lag Ribery in dieser Statistik bei Werten zwischen 2,5 und 3,5. Dass die Assists ausbleiben, ist also nicht unbedingt überraschend.

Wenigste Pässe der Karriere

Der Franzose hat sich nicht nur bei derart entscheidenden Pässen verschlechtert. Auch insgesamt hat seine Passstatistik gelitten. Er spielt auf 90 Minuten gerechnet die wenigsten Pässe seiner gesamten Karriere. Dabei liegt seine Erfolgsquote erstmals seit der Saison 2010/11 unter 80 Prozent. Allerdings darf hier wohl auch ein gewisser Trainereffekt nicht ausgeschlossen werden. Unter Pep Guardiola und Jupp Heynckes lagen seine Werte stets bei über 85 Prozent. Auch als die Bayern den Ex-Trainer in der vergangenen Saison aus dem Ruhestand holten.

Leichter Anstieg bei Dribblings

Das große Steckenpferd des ehemaligen Nationalspielers war stets die hohe Qualität im Dribbling. Tatsächlich lässt sich ein leichter Anstieg der versuchten Dribblings gegenüber den beiden Vorjahren feststellen. Seine Erfolgsquote liegt dabei zwar leicht unter 50 Prozent, aber das ist für Ribery nicht ungewöhnlich – oder für jeden anderen guten Dribbler. Allerdings hat sich die Zahl seiner Dribblings im Vergleich zu besonders starken Spielzeiten wie dem Triple-Jahr 2013 annähernd halbiert.

Fazit

Die Zahlen belegen, was das bloße Auge erkennt: Ribery ist nicht mehr regelmäßig in der Lage, dem Spiel der Bayern seinen Stempel aufzudrücken. Die Leistung gegen Dortmund zeigte aber, dass es in einzelnen Partien sehr wohl noch den bärenstarken Franzosen geben kann. Vermutlich würde er davon profitieren, wenn die restliche Münchner Offensive besser in Form beziehungsweise überhaupt fit wäre. Dennoch ist klar: Der Zahn der Zeit nagt auch an einem herausragenden Fußballer wie Franck Ribery.

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