Borussia Dortmund

Reus: Warum der BVB seinem Kapitän zu Füßen liegt

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Borussia Dortmund steht nach sechs Spieltagen der neuen Bundesliga-Saison an der Tabellenspitze. Maßgeblichen Anteil daran hat Kapitän Marco Reus, der die Scorer-Wertung der Liga mit je vier Toren und Vorlagen anführt. Beim BVB liegen sie dem 29-Jährigen zu Füßen.

Der WM-Teilnehmer gilt als wichtigster Baustein im Team von Trainer Lucien Favre. Seit der Schweizer Reus auf seine Paradeposition hinter einer Spitze gestellt hat, ist seine Form sprunghaft angestiegen. Wie Sport Bild berichtet, geht die Umstellung auf ein persönliches Gespräch zwischen dem 60-Jährigen und seinem Spielführer zurück. In der Vorbereitung und zu Beginn der Saison hatte Favre seinen Lieblingsschüler aus gemeinsamen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach noch vornehmlich als Stürmer eingesetzt.

Schon gutes Verständnis mit Alcacer

Dort soll langfristig Paco Alcacer die größten Spielanteile erhalten. Bei der Verpflichtung des Leihspielers vom FC Barcelona dachte der Klub, so der Bericht, auch an Reus. „Wir haben sofort gesehen, dass die beiden sich gut verstehen und fußballerisch auf einer Linie sind“, so Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dem Blatt. „Jeder weiß, was der andere macht.“ Der Spanier hat bei zwei Einsätzen als Joker beim 3:1 gegen Eintracht Frankfurt und beim 4:2 bei Bayer Leverkusen aufhorchen lassen. Die Initialzündung, versichert Zorc jedoch, sei im Rheinland von Reus ausgegangen.

„Ein Vorbild für alle“

Mit der Übernahme der Kapitänsbinde von Marcel Schmelzer hat der Nationalspieler im Sommer auch in seiner Persönlichkeit einen weiteren Schritt gemacht. „Marco ist nicht nur auf dem Platz ein Leader“, sagt deshalb Neuzugang Thomas Delaney. „Er ist sehr wichtig für unsere junge Mannschaft, in der viele neue Spieler dazugekommen sind. Marco ist ein Vorbild für alle!“ Bei den Fans der Schwarzgelben hat der Dortmunder Junge ohnehin einen dicken Stein im Brett. Selbst in der vergangenen Saison  setzte der Klub dem Bericht zufolge über 50.000 Trikots mit der Nr. 11 ab. Dabei hatte er mehr als die Hälfte der Spielzeit verletzt verpasst.

Winkt die Özil-Nachfolge?

Nicht nur der BVB, auch die Nationalmannschaft könnte von Reus‘ herausragender Form (zehn Torbeteiligungen in acht Spielen) profitieren. Jedenfalls wenn es nach TV-Experte Lothar Matthäus geht. „Marco ist für mich prädestiniert als Zehner, weil er spielerische Qualität hat, den entscheidenden Pass spielen kann und dazu noch Torgefahr ausstrahlt“, so der Rekordnationalspieler gegenüber Sport Bild. „Jogi Löw kann auf ihn bauen.“ Deutschland trifft im Rahmen der UEFA Nations League im Oktober jeweils auswärts auf die Niederlande und Frankreich.

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