Borussia Dortmund

Reus peilt nach Comeback die WM an

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Am vergangenen Samstagnachmittag war es endlich soweit, nach achtmonatiger Verletzungspause kehrte Marco Reus für Borussia Dortmund auf den Rasen zurück, zeigte beim 2:0 gegen den HSV eine starke Leistung. Der Flügelspieler sieht das als ersten Schritt zur WM-Teilnahme in Russland. Ein Verbleib in Dortmund erscheint allerdings weniger klar, als das Ziel zur WM zu fahren.

259 Tage hat es gedauert bis Marco Reus dem BVB wieder auf dem Platz helfen konnte und in seinem Saisondebüt rief er seine Qualitäten direkt wieder eindrucksvoll in Erinnerung. Dem 1:0 von Michy Batshuayi ging nicht nur die Vorarbeit von Christian Pulisic voraus, sondern auch Reus war beteiligt, der dem jungen US-Amerikaner den Ball zur Vorlage servierte. 71 Minuten hielt der Flügelspieler durch, ehe er ausgewechselt wurde und genoss nach der Partie einfach den Moment: „Für einen Fußballer ist es brutal, acht Monate raus zu sein. Deshalb ist es ein geiles Gefühl, wieder dabei zu sein“, zitiert ihn der kicker. Dieses Gefühl dürften in Dortmund alle die es mit dem BVB halten, teilen, wissen sie doch um die Qualitäten des 29-Jährigen: „Marco hat die besondere Gabe, seine Mitspieler besser zu machen. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und einer der wenigen Profis, die ein Spiel durch ihr Mitwirken gravierend verändern können“, erklärte Trainer Peter Stöger die besondere Rolle die Reus in der Mannschaft zukommt. Dieser Satz könnte auch eins zu eins auf Reus in der Nationalmannschaft zutreffen, für die er verletzungsbedingt allerdings bislang nur 29 Spiele absolvierte und dadurch den WM-Triumph 2014 und die EM 2016 verpasste. Bei der WM in Russland soll ihm dies nicht noch einmal passieren: „Wenn ich meine Leistung bringe, werde ich dabei sein“, zeigte er sich optimistisch.

Reus-Entscheidung abhängig von sportlicher Perspektive und Trainerfrage

Sollte er diese nicht nur in der laufenden Saison, sondern auch bei der WM abrufen können, dann erscheint eine Zukunft in Dortmund ungewiss, bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Gerüchte um Transfers zu Topklubs, 2015 unterschrieb Reus allerdings einen Vertrag bis 2019 und bekannte sich zum BVB. Im Gegensatz zu den BVB-Verantwortlichen beschäftigen derlei Gedanken den dribbelstarken Offensivmann allerdings aktuell nicht, er will sich ganz auf ein erfolgreiches Comeback konzentrieren: „Vorher will er sich damit nicht belasten“, so BVB-Manager Michael Zorc. Ob es ihm erneut gelingt Marco Reus von einer Verlängerung zu überzeugen? Dies wird sich wohl erst spät entscheiden, Reus wolle die personelle Ausrichtung des Teams im Sommer, sowie die Beantwortung der Trainerfrage abwarten. Ein Wechsel des torgefährlichen Flügelspielers ist also nicht komplett ausgeschlossen: „Es gibt schon international vier, fünf Vereine, die mich reizen. Am 31. Mai 2019 werde ich 30 Jahre alt. Das wäre dann mein letzter großer Vertrag und meine letzte Möglichkeit, noch einmal etwas anderes auszuprobieren“, erklärte er dem Magazin GQ im Oktober letzten Jahres. Dem BVB könnte also, ähnlich wie 2017 wieder eine turbulente Sommerpause ins Haus stehen.

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