Borussia Dortmund

Reus erahnte schwache 1. Halbzeit des BVB – sein Appell bezüglich Götze

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Eine erhebliche Leistungssteigerung zum Spielende hin hat Borussia Dortmund am Samstagabend neben einem 4:2-Sieg bei Bayer Leverkusen auch die Tabellenführung beschert. Kapitän Marco Reus war mit einem Tor an der Aufholjagd des BVB beteiligt. Nach dem Spiel hatte er bei aller Euphorie auch mahnende Worte übrig.

Schließlich hatte sein Team zur Pause 0:2 zurückgelegen, brauchte einen gehörigen Kraftakt, um den wichtigen Dreier einzufahren. „Der Trainer brauchte gar nicht viel sagen“, so Reus nach der Partie bei Sky. Ich habe es schon beim Aufwärmen geahnt, das haben wir überhaupt nicht gut absolviert. Es war fast die logische Konsequenz, dass wir so eine 1. Halbzeit spielen.“ Problematisch sei in dieser Hinsicht auch das lockere 7:0 am Mittwochabend gegen den 1.FC Nürnberg gewesen. Die Mannschaft ging aufgrund dessen mit einer zu großen Selbstverständlichkeit in den ersten Durchgang bei der Werkself.

Der Kapitän wächst an seinen Aufgaben

Reus als Kapitän und absoluter Leistungsträger hat allemal das Recht, diese Dinge zu monieren. „Heute standen wieder extrem viele junge Spieler auf dem Feld, für die ist es nicht einfach, wenn du 2:0 zurückliegst. Wenn du dann zurückkommst, ist das schon stark.“ Er selbst wachse in jedem Training und jedem Spiel an seiner neuen Aufgabe. Im Sommer hatte der 29-Jährige das Kapitänsamt von Marcel Schmelzer übernommen. Nach einigen durchwachsenen Partien ist der WM-Teilnehmer inzwischen auch in sportlicher Hinsicht allgegenwärtig. „Ich habe mich in den ersten Spielen in den Dienst der Mannschaft gestellt“, ließ er wissen.

„Wir sollten aufhören, jeden Tag über Mario zu sprechen“

Zum Saisonauftakt musste Reus öfter als Mittelstürmer antreten, hatte keine feste Position. „Ich fühl mich natürlich wohl auf der Zehn, weil ich das Spiel vor mir habe und Spieler neben mir habe, mit denen ich schnelle Doppelpässe spielen kann.“ Prädestiniert für ein solches Zusammenspiel mit dem gebürtigen Dortmunder wäre Mario Götze, der wegen Krankheit fehlte, aber auch sonst aktuell keine große Rolle unter Trainer Lucien Favre spielt. „Wir sollten so langsam damit aufhören, jeden Tag über Mario zu sprechen. Das tut uns nicht gut, das tut vor allem ihm nicht gut. Der Junge will einfach Fußball spielen“, forderte Reus in Bezug auf das große Medienecho zum aktuellen Status des Weltmeisters von 2014. „Ich bin mir sehr sicher, dass Mario zurückkommen wird. Wir glauben an ihn. Für mich ist er noch immer einer der besten Spieler, mit denen ich zusammenspiele.“

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