Bundesliga

Reschke über Korkut-Entlassung: „Würde es heute genauso machen“

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Der VfB Stuttgart hat am Dienstag mit Markus Weinzierl seinen neuen Cheftrainer bekannt gegeben. Dessen Vorgänger Tayfun Korkut wurde am Sonntagmorgen entlassen, obwohl sich laut Sportchef Michael Reschke die Trainerfrage noch am Samstag nicht stellte.

„Ich würde es auch heute mit etwas Abstand genauso machen“, erklärt der 61-Jährige gegenüber Sport Bild. „Ich gebe offen zu, dass ich in der Frage nicht ganz ehrlich war.“ Es sei sein Anliegen gewesen, Korkut zu schützen, gibt Reschke an. „Es wäre ein Irrsinn gewesen, nach Abpfiff öffentlich zu machen, dass wir am Abend im Vorstand über die Gesamtsituation diskutieren werden, auch wenn dies zu dem Zeitpunkt bereits feststand.“ Schließlich sei der Ausgang des Gesprächs da noch offen gewesen. Mit einer wahrheitsgemäßen Aussage hätte er die Position des Trainers „extrem geschwächt“, so der gebürtige Rheinländer. Und eine Weiteranstellung quasi unmöglich gemacht.

„Die Hauptverantwortung liegt bei mir“

Er müsse und könne mit dem öffentlichen Gegenwind leben, sagt Reschke. Zudem nehme er die Hauptverantwortung für die strategische Ausrichtung des Klubs natürlich in seine Verantwortung. „Was Kader-Planung, Transfers und Zusammenstellung der Mannschaft angeht, haben wir alles mit dem Trainer abgesprochen“, gibt er gleichwohl an. Auch in diesen Punkten ist Reschke allerdings von der Richtigkeit seiner Handlungen überzeugt. „Dem VfB Stuttgart und unseren Fans werden unsere Sommer-Transfers noch viel Freude bereiten“, lautet seine Prognose. Die Schwaben hatten in der Wechselperiode insgesamt rund 35 Millionen Euro in acht externe Neuzugänge investiert. Nicht nur deshalb entspricht Tabellenplatz 18 nach sieben Spieltagen keineswegs den Erwartungen an die neue Spielzeit.

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