Bundesliga

Rebic-Festtage in Frankfurt gehen weiter

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hat sich im Heimspiel gegen Hannover 96 deutlich durchgesetzt und einen 4:1 (2:0)-Sieg eingefahren. Überragender Mann auf Feld: Vize-Weltmeister Ante Rebic.

Mehr Rebic als in dieser 59. Minute ging wohl nicht. Der Kroate setzte sich erst im Zweikampf durch, ging dann per Übersteiger am nächsten Gegenspieler vorbei und legte vor für Jonathan de Guzman, der nur noch einschieben musste. Es war das 3:0 in einer zu diesem Zeitpunkt schon sehr einseitigen Partie zwischen den Hessen und den Gästen aus Hannover.

Fünf Veränderungen bei der Eintracht

Trainer Adi Hütter, der vor der Begegnung den Druck auf seine Mannschaft erhöhte hatte, nahm fünf Veränderungen vor. Rebic, de Guzman, Lucas Torro, Allan Souza und Marco Russ kamen für Nicolai Müller, Gelson Fernandes, Mijat Gacinovic, Jetro Willems und den angeschlagenen Kapitän David Abraham in die Partie. Gäste-Coach Andre Breitenreiter tauschte viermal: Miiko Albornoz, Felipe, Julian Korb und Iver Fossum verdrängen Matthias Ostrzolek, Kevin Wimmer (Rückenbeschwerden), Maina (Muskuläre Probleme) und Marvin Bakalorz.

Frankfurter kontrollieren von Beginn an

Die Frankfurter übernahmen im 3-3-2-2-System von Beginn an die Kontrolle über die Partie, taten sich dabei jedoch schwer, Chancen zu kreieren. Gefährlich wurde es vor allem dann, wenn Rebic Keeper Michael Esser anlief. Die Niedersachsen selbst waren stets in der Defensive gefordert, sie konnten Niclas Füllkrug – der nach einem Zweikampf nur noch angeschlagen bis zur Halbzeitpause mitwirkte – nicht ins Spiel einbinden.

N’Dicka und Rebic treffen

Nach 36 Minuten belohnte sich die Eintracht für ihr nimmermüdes Anrennen: Hannover bekam eine Ecke nicht geklärt, die Hessen setzten nach, Sebastien Haller setzte sich im Luftkampf durch und brachte den zu Evan N’Dicka, der aus kurzer Distanz seinen ersten Bundesligatreffer feiern durfte. Noch vor der Pause legte die Mannschaft von Hütter nach: Haller setzte sich diesmal am Boden gegen zwei Gegenspieler durch und legte auf für Rebic, der vor Esser die Nerven bewahrte und eiskalt einschob.

Wechsel bei Hannover verpuffen

Hannover, das zur Pause zweimal wechselte und mit Bobby Wood (für Füllkrug) und Hendrik Weydandt (für Walace) auf eine Doppelspitze umstellte, fand keine Mittel gegen kompakt verteidigende Hessen. Kevin Trapp musste nur bei Flanken und Rückpässen mitwirken, ansonsten verbrachte der WM-Teilnehmer bis kurz vor Schluss einen ruhigen Sonntagnachmittag vor 46.300 Zuschauern.

Rebic Mann des Tages

Er durfte von hinten betrachten, wie Rebic den Spieltag für die Frankfurter mit seiner Sahnevorlage zum 3:0 veredelte. Während die Eintracht in der Folgezeit das Ergebnis noch weiter in die Höhe hätte schrauben können, nutzten die 96er ihre einzige Torchance: Eine klasse Vorlage verwertete Florent Muslija zum Ehrentor. Einen Pfeil hatten die Hessen allerdings noch im Köcher: Der eingewechselte Luka Jovic stellte nach tollem Pass von de Guzman den alten Abstand wieder her. Hannover beendet den Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz, die Hessen klettern auf den elften Rang.

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