2. Bundesliga

Randale in Hannover: HSV-Hooligans zünden Pyro und schlagen Fan bewusstlos

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Bis zu 20.000 Fans begleiteten den Hamburger SV am vergangenen Wochenende zum Auswärtsspiel bei Hannover 96 und sorgten bei den Spielern für Staunen.

„Das habe ich so noch nie erlebt. Das ist brutal und eine große Stärke vom HSV. Zum Glück haben wir noch das 1:1 gemacht, aber eigentlich müssten wir uns bei den Fans entschuldigen, weil wir nicht gewonnen und es nicht besser gemacht haben“, sagte Joel Pohjanpalo, der wieder einmal als Joker traf und in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich erzielte. Allerdings galt das Lob an die Unterstützung leider nicht allen Mitgereisten. Denn wie die Bundespolizei mitteilte, seien rund 2.000 Fans des Hamburger Sportvereins mit dem Zug von Hamburg nach Hannover gekommen, darunter 220 sogenannte Risikofans, die bei der Anreise eine Spur der Verwüstung hinterließen.

25-Jähirger ins Krankenhaus eingeliefert

Die Bundespolizei registrierte nicht nur zahlreiche, eingetretene Deckenverkleidungen im Metronom, Farbschmierereien und verdreckte Abteile, sondern auch mehrere Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, tätlichen Angriffs, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Ein Metronom mit rund 130 gewaltbereiten Hooligans musste gestoppt werden, da ein 25-jähirger Mann bewusstlos geschlagen und ins nahegelegene Krankenhaus geliefert. In der Haupthalle des Bahnhofs Hannover machten sich zudem einige Hamburger Chaoten strafbar durch das Abbrennen von Pyrotechnik. Erst vergangene Woche führte der HSV den ersten legalen Pyro-Test in einem deutschen Fußballstadion durch. Mit dieser Aktion erhofften sich die Verantwortlichen, dass die Ultras auf den Einsatz von Pyro verzichten.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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