Bundesliga

Przondziono: Warum Vasiliadis beispielhaft ist

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Der SC Paderborn ist aus wirtschaftlicher Sicht der größte Underdog in der Bundesliga. Der Aufsteiger muss erfinderisch und kreativ sein, um sich überhaupt mit den Größen des Oberhauses messen zu können. Martin Przondziono erklärt, welche Gedanken bei den Ostwestfalen im Vordergrund stehen.

„Sebastian Vasiliadis ist ein Beispiel, worauf wir bei Verpflichtungen achten“, so der Sportchef gegenüber Sport Bild. „Dass er ein Spieler ist, der sportlich und wirtschaftlich noch enormes Potenzial besitzt.“ Der Mittelfeldmann kam vor der vergangenen Saison ablösefrei zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger. Mit kontinuierlich guten Leistungen hat der 21-Jährige nicht nur zum sensationellen Durchmarsch beigetragen, sondern auch seinen wirtschaftlichen Wert vervielfacht. „Wenn alles so weiterverläuft wie bisher, hat er in einem Jahr einen Marktwert von rund fünf Millionen Euro“, so Przondziono.

„Rasante Entwicklung“ bei Ablöse-Einnahmen

Mit einem vermutlich irgendwann unausweichlichen Verkauf von Vasiliadis hätte der SCP auf einen Schlag in etwa so viel Geld eingenommen, wie er laut Angaben des Internetportals transfermarkt.de seit 2014 insgesamt in Verpflichtungen investierte. Millionenschwere Abgänge haben schon jetzt keinen absoluten Seltenheitswert mehr. „Für uns als kleiner Verein haben wir in diesen Bereichen eine rasante Entwicklung genommen“, sagt Przondziono. Vor der laufenden Saison gingen Philipp Klement und Bernard Tekpetey für jeweils zweieinhalb Millionen Euro.

„Ich hatte 155 000 Euro zur Verfügung“

Deswegen konnte der Sportchef freilich beileibe nicht auf Shopping-Tour gehen. „Ich hatte 155.000 Euro zur Verfügung, um neue Spieler zu kaufen“, sagte Przondziono am Sonntag im Sport1-‚Doppelpass‘. Der SC Paderborn konnte damit insgesamt weniger investieren, als beinahe ausnahmslos alle Spieler bei Spitzenklubs wie dem FC Bayern oder Borussia Dortmund monatlich verdienen. Dass die Bundesliga-Teilnahme des Klubs daher einem Kampf mit ungleichen Waffen gegen nahezu jeden Gegner gleichkommt, liegt auf der Hand. Dennoch will das Team die Elite ärgern. Am Sonntag bietet das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 die nächste Gelegenheit.

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