Bundesliga

Probleme beim Medizincheck? Eintracht-Neuzugang Silva räumt mit Missverständnissen auf!

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Als der geplante Wechsel von Andre Silva zu Eintracht Frankfurt am Montagnachmittag gegen 16 Uhr immer noch nicht als perfekt gemeldet wurde, kursierten in italienischen Medien erste Gerüchte, dass es beim Medizincheck Probleme gegeben habe. Der Portugiese räumte auf Nachfrage von fussball.news mit diesen Spekulationen auf.

Der italienische Transferexperte Gianluca Di Marzio, der an den letzten Transfertagen immer besonders heiß läuft und sein Land mit Tweets über angebliche Neuzugänge und Wechsel im Minutentakt füttert, meldete plötzlich auftretende Komplikationen beim Medizincheck von Andre Silva. Die Nervosität schwappte nach Deutschland über und wurde freilich von sozialen Netzwerken und Sky bei der „Deadline Day“-Sendung aufgegriffen. Vor-Ort-Reporter Alexander Bonengel beruhigte zwar umgehend und sagte, dass da nichts mehr schief und der Deal über die Bühne gehe. Doch die Skepsis im Umfeld war schon gelegt, schließlich fiel der Angreifer zuvor schon rund drei Monate wegen Patellasehnenproblemen aus.

Silva hatte keine Probleme bei den Medizinchecks

Silva, der bei seiner ersten Pressekonferenz in der neuen fußballerischen Heimat ganz ruhig und gelassen antwortete, ordnete die Meldungen ein und wischte die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand vom Tisch: „In der italienischen Presselandschaft gibt es viele Geschichten, die nicht wahr sind. Mir geht es gut und die Medizinchecks liefen ganz normal ab. Ich bin fit und habe auch das letzte Spiel bestritten.“ Beim 1:0-Erfolg des AC Mailand gegen Brescia Calcio agierte er – wenn auch ohne Torerfolg – als einzige Spitze.

Deshalb dauerte der Transfer so lange

Warum aber konnte die Eintracht am Montag erst so spät Vollzug melden? Unter Dr. Florian Pfab, dem neuen Leiter der medizinischen Abteilung der Eintracht, verlaufen die Medizinchecks nach Informationen von fussball.news sehr gründlich ab und dauern daher teilweise bis zu sechs Stunden. Zudem darf die Komplexität des Transfers nicht außer Acht gelassen werden: Ante Rebic kam erst kurzfristig auf die Eintracht zu und es ging um ein kompliziertes Tauschgeschäft, welches innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden musste – mit einem ausländischen Team. Es wurde also bis kurz vor Schluss gewerkelt, auch nach 18 Uhr mussten noch weitere Details geklärt werden – doch die entscheidenden Formulare landeten noch rechtzeitig bei der DFL. Milan hatte etwas mehr Zeit, schließlich durfte in der Serie A noch bis 24 Uhr transferiert werden. Für die Hessen gilt: Sie haben somit ihre Lücken im Sturm schließen und einen weiteren durchaus namhaften Akteur holen können.

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