Nationalmannschaft

„Populist par excellence“: Stenger attackiert Grindel

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Es gibt derzeit viele Themen rund um die deutsche Nationalmannschaft. Die wenigsten davon befassen sich unmittelbar mit dem Auftakt in die EM-Qualifikation am heutigen Sonntagabend in den Niederlanden. Stattdessen sehen sich Reinhard Grindel und Joachim Löw teilweise heftiger Kritik gegen ihren Führungsstil ausgesetzt. Harald Stenger stimmt in den Chor ein.

„Er ist der schlechteste Präsident seit 50 Jahren und es ist in den letzten Wochen noch schlimmer geworden“, so der ehemalige DFB-Pressesprecher in der Sport1-Sendung ‚Doppelpass‘ über Grindel. Der frühere Bundestagsabgeordnete habe wenig sportliche Kompetenz, dafür aber große Geltungssucht. „Grindel ist ein
Populist par excellence“, echauffierte sich Stenger. „Manchmal denke ich sogar: Das ist der Donald Trump des deutschen Fußballs.“

Auch Löw in der Kritik

Der 57-Jährige steuere zielgenau in nahezu jedes Fettnäpfchen. Damit mache er sich sogar innerhalb des Verbandes zum Gespött. Das Fachmagazin kicker hatte zuletzt von interner Kritik an Grindel berichtet. Doch nicht nur der Präsident, auch der wohl wichtigste Angestellte des DFB bekommt bei Stenger sein Fett weg. Bundestrainer Löw habe bei der Ausbootung der 2014er-Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller grobe Fehler begangen.

„Klassisches Kommunikations-Eigentor“

„Es ist mir unerklärlich, dass es kein Pressegespräch gab“, so Stenger. „Ich verstehe auch nicht, wieso Löw sich so zurückzieht und neun Tage wartet, um die Entscheidung zu erklären.“ Der Bundestrainer habe so ein „klassisches Kommunikations-Eigentor“ geschossen. Insgesamt liefere der DFB derzeit kein gutes Bild ab. Er sei regelrecht alarmiert, so Stenger. Der Frankfurter war bis August 2012 Pressesprecher der Nationalmannschaft.

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