Bundesliga

„Pizza-Toni“: So „verhinderte“ Pizarro 1999 einen Abgang von Ailton

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Ailton und Claudio Pizarro entwickelten sich in ihren beiden gemeinsamen Jahren bei Werder Bremen zu einem Traum-Sturmduo. „Pizza-Toni“ wurden sie gerufen. Dabei wäre es beinahe gar nicht zu dieser Zusammenarbeit gekommen.

Ailton wechselte 1998 aus Mexiko zu Werder Bremen und hatte Startschwierigkeiten, wie er im Gespräch mit dem Weser Kurier zugab: „In dieser Phase war es für mich sehr schwer. Als Felix Magath noch Trainer war, saß ich fast nur auf der Bank oder auf der Tribüne. Das war eine Katastrophe für mich.“ Auch der Wechsel auf der Trainerbank sorgte zunächst nicht für eine Veränderung der Situation: „Dann ist Thomas Schaaf Trainer geworden, aber der Plan war, dass ich zurückgehe nach Brasilien oder nach Mexiko.“

Pizarro-Transfer verändert Ailtons Karriere

Ein Transfer hingegen sorgte für einen Umschwung, der so nicht mehr zu erwarten war: „Und plötzlich kam Claudio Pizarro. Ein Peruaner, ein Latino wie ich. Wir konnten uns sofort auf Spanisch verständigen und haben die gleiche Mentalität. Das war gut für Claudio und gut für mich.“ Der heute noch aktive Claudio Pizarro und Ailton verstanden sich auf Anhieb und harmonierten auf dem Platz.

Werder-Verantwortliche denken um

Bei den Verantwortlichen sorgte dies für ein Umdenken: „Also haben sich Thomas Schaaf und das Werder-Präsidium überlegt, dass Ailton noch ein bisschen Zeit mit Claudio Pizarro zusammen bekommt.“ Der Brasilianer verriet: „Mein Potenzial war ja da, aber ich hatte keine richtige Motivation. Ich war alleine, bis Claudio kam. Wir haben ein bisschen geredet, ein paar Späße gemacht. Nach zwei Wochen Training haben wir schon sehr gut harmoniert.“

Ailton war zu „99 Prozent“ schon weg

Es waren zwei kluge Transfers der Bremer, die den Grundstein für die erfolgreiche Bundesliga-Karriere von Ailton legten. Sein Abgang war zu „99 Prozent“ durch. Er gab zu: „Wären Claudio und auch Julio Cesar (brasilianischer Abwehrspieler, den Werder 1999 verpflichtete, Anm. d. Red.) nicht nach Bremen gekommen, wäre ich zurück nach Brasilien oder nach Mexiko gegangen.“ So aber blieb Ailton und wurde spätestens beim Double-Sieg 2004 zum vielumjubelten Helden in Bremen.

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