2. Bundesliga

Paderborn gegen Aue: Baumgart will mutig bleiben – bei Meyer „sind die Lampen an“

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Am 8. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt am heutigen Samstag (13:00 Uhr) der SC Paderborn Erzgebirge Aue. Im Duell zweier Teams, die von den meisten Experten als Abstiegskandidaten gehandelt werden, geht es für beide Mannschaften darum, eine Niederlage aus der englischen Woche vergessen zu machen. Die Vorschau von fussball.news.

Als Tabellenelfter lagen die Gastgeber vor den Freitagsspielen absolut im Soll. Mit neun Punkten aus sieben Spielen kann der Aufsteiger zufrieden sein, auch wenn der Trend zuletzt eher in die falsche Richtung zeigt. Aus den vergangenen fünf Partien gelang nur ein Sieg: Das spektakuläre 5:3 beim 1.FC Köln. „Wir stehen uns im Moment manchmal selbst im Weg“, so Trainer Steffen Baumgart vor der Partie gegen Aue. Zuletzt gab sein Team biem FC St. Pauli in der Nachspielzeit ein Remis her. Neun Gegentreffer in den letzten drei Begegnungen sind auf Dauer auch bei guten Offensivleistungen nur schwer zu kompensieren.

Baumgart hält an Marschrichtung fest

Dennoch will der Ex-Profi an der grundsätzlichen Marschrichtung bei den Ostwestfalen festhalten. „Wir werden genauso mutig und offensiv nach vorne agieren wie zuletzt“, so der 46-Jährige. Es gelte allerdings, zuletzt vermehrt auftretende Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler abzustellen. „Wir bleiben bei unserer Spielweise, wollen den Gegner früh attackieren und unsere Stärken nutzen. Aber wir müssen auch eine gewisse Stabilität haben“, fasste er die Vorgaben für die Begegnung mit Aue zusammen. Die Erzgebirgler hält er für eine Mannschaft, die ob ihrer Erfahrung in der 2. Bundesliga und ihrer Stärke im Umschaltspiel und bei Standards gefährlich sei.

Umbauen wegen Gueye

Trotz der zusätzlichen Belastung durch die englische Woche sind beim SCP derweil keine großen Umbauarbeiten in der Startformation zu erwarten. Ein Wechsel wird Baumgart durch die Gelb-Rot-Sperre von Babacar Gueye aufgezwungen. Für ihn dürfte Christopher Antwi-Adjej in der ersten Elf stehen, der in Hamburg zu Spielbeginn geschont wurde. Bernard Tekpetey würde dadurch ins von Gueye freigemachte Sturmzentrum rücken. Die Erzgebirgler müssen derweil im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen auf Steve Breitkreuz (Rücken) und Sascha Härtel (Oberschenkel) verzichten.

Meyer „immer noch enttäuscht“

Fabian Kalig und Dennis Kempe dürften wohl ihre Plätze einnehmen, nachdem die beiden im bisherigen Saisonverlauf durchaus mit einem Stammplatz betrauten Defensivspieler unter der Woche 90 Minuten auf der Bank saßen. Die Niederlage gegen Sandhausen lässt Trainer Daniel Meyer derweil noch nicht ganz los. „Wir sind immer noch enttäuscht, weil sich die Leistung in der 1. Halbzeit für uns nicht angekündigt hat“, so der 39-Jährige vor der Partie am Samstag. „Das Ergebnis ist das eine, aber die Art und Weise, die geht einfach nicht.“ Er habe eine mentale Schwäche und fehlende Geschlossenheit in seinem Team festgestellt, so das durchaus harte Urteil des neuen Auer Übungsleiters. Mit der Niederlage verpassten es die Erzgebirgler, ins Tabellenmittelfeld zu springen. Mit sieben Punkten sind sie aktuell lediglich Tabellen-14.

„Das wird richtig, richtig kompliziert“

Im schnellen Turnaround zum Spiel in Paderborn sieht er aber eine große Chance. Seine Mannschaft habe die Gelegenheit, direkt die Antwort auf ihre schwache Leistung unter der Woche zu liefern. Im Gegner sieht Meyer ein Team, das „bisher sehr wilde Spiele“ geliefert habe. „Sie versuchen ihre Offensivkraft und Euphorie aus der Aufstiegssaison mit in die 2. Bundesliga zu nehmen.“ Aue erwartet einen trotz zuletzt negativem Ergebnistrend sehr selbstbewussten Gegner, der aber auch Anfälligkeiten habe. Für seine Mannschaft gehe es deshalb darum, Stabilität und Angriffswucht in Einklang zu bringen und sich bietende Gelegenheiten auszunutzen. „Das wird richtig, richtig kompliziert. Spätestens seit dem Spiel am Mittwoch sind alle Lampen an“, stellte er seine Schützlinge abschließend ins Achtung.

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