Bundesliga

Neues Stadion: Hertha-Präsident fordert „klares Bekenntnis“ der Berliner Politik

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Die Gespräche bezüglich des Standorts eines möglichen neuen Stadions von Bundesligist Hertha BSC gehen in die nächste Runde. Nun hat sich Vereinspräsident Werner Gegenbauer anlässlich der neuen Saison mit einem Grußwort an die Hertha-Mitglieder gewandt und die Berliner Politik kritisiert.

In den ersten Punkten seines Briefes hat sich Präsident Gegenbauer erfreut über die derzeitigen Entwicklungen des Hauptstadtvereins gezeigt, doch beim Thema „Stadionbau“ wird ein deutlich rauerer Ton angeschlagen. „Der Senat hat im Sommer 2018 seine Offenheit für einen Neubau auf dem Gelände des Olympiaparks erklärt. Zu meinem Bedauern haben wir jedoch von Herrn Senator Geisel über die Presse eine generelle Absage für diesen Standort erhalten“, erklärte Gegenbauer. Trotz eines vorgestellten Plans für die Umsiedlung der 24 Wohnungen auf dem gewünschten Gelände, habe es keine Form der Unterstützung aus der Berliner Politik gegeben.

Gegenbauer unterstellt fehlenden Willen

Daher moniert der Berliner Unternehmer: „Unsere Überzeugung ist: Wenn es einen politischen Willen gäbe, wäre eine Lösung im Olympiapark, der unter mehreren Aspekten ideale Standort, sicherlich zügig machbar.“ Jedes andere Unternehmen in einer ähnlichen Größe Herthas würde „eine ganz andere Unterstützung“ erhalten, zumal das Bauprojekt der „Alten Dame“ komplett privat finanziert werden und so den Steuerzahler nicht belasten würde.

Olympiagelände bleibt Wunschlösung

Zwar habe der Berliner Senat zuletzt das Gelände des aktuell noch im Betrieb stehenden Tegeler Flughafens als Alternative ins Gespräch gebracht, doch laut Gegenbauer blieb es bislang einzig bei dem Vorschlag, detailliertere Pläne wurden nicht präsentiert. Der Verein setze sich mit jedem „ernst gemeinten“ Vorschlag auseinander, doch das Olympiagelände, auf dem auch die derzeitige Spielstätte Herthas steht, bleibe die „Wunschlösung“.

2025/26 bleibt Datum für Stadioneröffnung

„Es werden jetzt weitere Gespräche mit dem Senat geführt und wir erwarten dann ein klares Bekenntnis der Berliner Politik zu Hertha BSC und einem neuen Stadion“, forderte Gegenbauer, der noch einmal betonte, dass an dem angepeiltem Ziel, das neue Stadion ab der Saison 2025/26 nutzen zu können, nichts geändert wird.

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