Bundesliga

Neuer Linksverteidiger mit „Büffel“ Kostic? N’Dicka „nicht auf verlorenem Posten“

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Trainer Adi Hütter will bei Eintracht Frankfurt in diesem Winter einen Systemwechsel vornehmen und zukünftig wohl mit Viererkette auflaufen lassen. Evan N’Dicka soll nach den ersten Eindrücken als Linksverteidiger agieren. Der Franzose nimmt die Rolle an – und lobt seinen Vordermann Filip Kostic.

Wer Evan N’Dicka in seinen 18 Monaten bei Eintracht Frankfurt beobachtet hat, der erkennt eine insgesamt tolle Entwicklung. Im Sommer 2018 kam der Abwehrmann als 18-Jähriger aus der zweiten französischen Liga bei den Hessen an, erkämpfte sich sofort einen Stammplatz, erlebt im Frühjahr nach einer Roten Karte im Europa-League-Viertelfinale bei Benfica Lissabon (2:4) seinen ersten Karriere-Knick und zog sich zum Ende des Jahres 2019 aus diesem Sumpf heraus. N’Dicka stand in 13 Pflichtspielen auf dem Feld, absolvierte über 1.000 Einsatzminuten – und könnte in der Rückrunde den nächsten Schritt in seiner noch immer jungen Karriere gehen. Auffällig dabei: Er ist auch neben Feld gereift: Der anfangs sehr schüchtern und ruhig auftretende Abwehrmann zeigt sich heute offener, lächelt unbeschwerter und traut sich auch Stück für Stück auf Deutsch zu kommunizieren.

N’Dicka kennt die Linksverteidigerrolle aus der U-Nationalmannschaft

Bei Adi Hütter könnte N’Dicka mit Beginn des ersten Pflichtspiels des Jahres bei der TSG Hoffenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr) eine neue Rolle annehmen. Der Trainer hat den Systemwechsel im Trainingslager in den USA intensiv vorangetrieben und will auf Viererkette umstellen. Der U-21-Nationalspieler wird dabei höchstwahrscheinlich als Linksverteidiger agieren. Diese Rolle ist ihm nicht fremd, wie er auf Nachfrage von fussball.news zugab: „Ja, ich habe diese Position schon in der Nationalmannschaft gespielt. Ich bin dort nicht auf verlorenem Posten.“

„Wie ein Büffel“: N’Dicka lobt Kostic

Beim schwachen Auftritt zum Jahresabschluss gegen den SC Paderborn (1:2) agierte N’Dicka bereits als Linksverteidiger und wusste nicht nur wegen seiner Vorlage zum einzigen Treffer der Frankfurter zu überzeugen. Neben einem sauberen Passspiel, bringt er taktische Disziplin und Geschwindigkeit mit. In Zukunft soll N’Dicka auch Filip Kostic entlasten. „Ja, wir harmonieren auf jeden Fall“, stellte er fest. N’Dicka lobte den Serben: „Man denkt, dass er alles alleine kann und durchbricht – wie ein Büffel halt.“

Kostic soll entlastet werden

Doch dadurch war das Spiel der Eintracht am Ende zu ausrechenbar. Die Offensivaktionen liefen nur noch über den Linksfuß, der 103 Flanken schlug – so viel wie kein anderer Akteur. „Es tut ihm gut, wenn man ihn dabei unterstützt“, erklärte N’Dicka sein Aufgabengebiet. Gegen die Kraichgauer kann er möglicherweise schon zeigen, wie gut er die neue Position interpretieren kann.

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.