Bundesliga

Neuer Konkurrenzkampf: Kehrt Dardai gegen Dortmund zur Dreierkette zurück?

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Zwei Innenverteidiger konnten sich im letzten Spiel empfehlen und zwei kehren wieder. Pal Dardai, Trainer von Hertha BSC, hat für das Spiel bei Borussia Dortmund die Qual der Wahl und könnte auf eine Systemumstellung setzen.

„Wir wissen, was uns in Dortmund erwartet. Wir wollen mutig auftreten, nach dem Spiel sind wir dann schlauer“, sagte Pal Dardai zum bevorstehenden Spiel im Signal Iduna Park. 15 Punkte aus acht Spielen lassen Herthas Coach selbstbewusst auftreten und so sind seinen Worten Glauben zu schenken. Bereits beim Heimsieg gegen den FC Bayern München (2:0) ließ der Ungar seine Mannschaft anschaulichen Offensivfußball spielen, anstatt sich in der Defensive zu verbarrikadieren.  Und dennoch könnte Dardai gegen den BVB auf einen zusätzlichen Innenverteidiger setzen.

Luckassen und Lustenberger drängen sich auf

Jordan Torunarigha, Karim Rekik und Niklas Stark – die Liste der Innenverteidiger, die den Berlinern für das letzte Spiel gegen den SC Freiburg (1:1) fehlten, machte zunächst einen Respekt einflößenden Eindruck. Es stand die Frage im Raum, ob Hertha trotz dieser erheblichen Verletzungssorgen eine streitkräftige Innenverteidigung aufstellen könnte. Fabian Lustenberger und Derrick Luckassen lieferten die klare Antwort, dass auf sie zu zählen ist. Beide lieferten eine auffällig gute Leistung ab. Lustenberger agierte als sehr starker Zweikämpfer, der 13 (!) seiner 15 Duelle gewann und darüber hinaus acht Bälle sicherte. Zudem trat er überraschend kopfballstark auf, sechs von acht Luftduellen gingen an den Schweizer. Während Nebenmann Lustenberger oft im direkten Zweikampf zu überzeugen wusste, hatte Luckassen seine besonderen Momente im Spielaufbau und Laufduellen. 89% seiner Pässe kamen beim Mitspieler an, dabei traute er sich er auch regelmäßig lange Bälle und Schnittstellenpässe auf die Außenbahnen zu. Insgesamt neun Bälle sicherte die Leihgabe aus Eindhoven, fünf Aktionen klärte er und auch die Zweikampfbilanz konnte er deutlich positiv gestalten.

Rekik und Stark kehren zurück

Gegen Dortmund kehren aber wohl sowohl Niklas Stark als auch Karim Rekik zurück in den Berliner Kader. „Voraussichtlich steigt Karim am Mittwoch wieder ein. Dann warten wir ab“, so Dardai. Der Einsatz von Abwehrchef Stark ist deutlich wahrscheinlicher. „Es fühlt sich ganz gut an. Stand jetzt steht einem Einsatz am Samstag gegen einen sehr, sehr starken Gegner nichts im Wege“, zeigte sich der 23-Jährige sicher. Eins ist klar: beide Innenverteidiger haben den klaren Anspruch, von Anfang an zu spielen. So ist Dardai gefragt, der gegen die beste Offensive der Liga auch wieder auf eine Dreierkette setzen könnte. Dieses System war aufgrund zahlreicher Verletzungen seit langem nicht spielbar, doch da sich Lustenberger und Luckassen als zuverlässig erwiesen haben, wäre dieser taktische Kniff durchaus denkbar. So würden gleich drei der formstarken Defensivspieler zum Einsatz kommen und zum anderen wäre die Berliner Abwehr deutlich gestärkt. Dass man ein System mit Dreierkette auch offensiv interpretieren kann, zeigte die Truppe von Dardai bereits in der laufenden Saison.

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