Bundesliga

Neuer Eintracht-NLZ-Leiter gefunden! Bobic begründet Entscheidung für Möller: „Neue Schwerpunktsetzung“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Was sich schon seit einigen Wochen angedeutet hat, wurde von Sportvorstand Fredi Bobic trotz großer Kritik aus dem Umfeld von Eintracht durchgesetzt: Andreas Möller wird neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums am Riederwald. Bobic begründet diese Entscheidung.

Die Jugendarbeit am Riederwald im Osten der Stadt Frankfurt wird seit Jahren mit großer Skepsis begleitet. Armin Kraaz hat seinen Posten als NLZ-Leiter vor Kurzem abgegeben und kümmert sich nun um internationale Aufgaben, dafür kommt Andreas Möller zurück zu Eintracht Frankfurt. Der Welt- und Europameister erklärte in der offiziellen Pressemitteilung, welche Aufgaben auf ihn zukommen: „Insbesondere der Förderung der individuellen spielerischen Qualität des Eintracht-Nachwuchses will ich mich verstärkt zuwenden.“

Fans protestierten gegen Möller

Möller musste sich anfangs dem Vorwurf ausgesetzt sehen, zu wenig Erfahrung im Jugendfußball nachweisen zu können. Zudem nahmen ihm die Fans die Abgänge früherer Zeiten und eine vor zwei Jahren getätigte Aussage, dass er derzeit keine Verbindung zur Eintracht habe, krumm. Der frühere Profi war zu diesem Zeitpunkt Co-Trainer von Ungarn, wo er auch in der Jugendarbeit integriert war: „Ich hatte die Gelegenheit, viele wertvolle Erfahrungen im Bereich des Spitzen- und Nachwuchsfußballs zu sammeln, die ich nun gerne am Riederwald einbringen möchte.“

Bobic will neue Schwerpunktsetzung

Der ehemalige Weltklasseprofi hospitierte in den vergangenen Jahren auch unter Klasse-Trainern wie Diego Simone, Ottmar Hitzfeld und Ralf Rangnick. Fredi Bobic erklärte, wie Möller in Zukunft am Riederwald eingebunden werden soll: „Mit Andreas Möller holen wir nicht nur einen der erfolgreichsten Fußballer Deutschlands zu uns, sondern einen erwiesenen Fachmann, der die erklärte neue Schwerpunktsetzung im deutschen Nachwuchsfußball auf individuelle spielerische Klasse und Tempofußball verkörpert wie kaum ein anderer. Mit ihm wollen wir ein klares Signal setzen, auf welche Elemente wir in Zukunft im Nachwuchsfußball bei Eintracht Frankfurt ein besonderes Augenmerk legen wollen.“

DFB baggerte auch an Möller

Die Eintracht, die im Nachwuchsbereich in den vergangenen Jahren keine großen Erfolge feiern konnte und mit dem Aushängeschild U19 meistens in die Kellerregion abrutschte, will und muss sich neu orientieren. Bobic zeigte sich erfreut, dass sich Möller trotz anderer Angebote für das Engagement bei den Hessen entschieden hat: „Nicht zuletzt deshalb führte der DFB viele Jahre Gespräche mit ihm, um ihn in die Nachwuchsarbeit einzubinden. Dass es uns gelungen ist, ihn für Eintracht Frankfurt zu gewinnen, wird dem Verein guttun. Andy ist national und international hoch angesehen und gut vernetzt.“

Welt- und Europameister mit Trainerlizenz

Möller habe zudem eine große Eigenmotivation: „Andy, der im Besitz der Fußballlehrerlizenz ist, hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Hospitationen absolviert und sich stetig weiterentwickelt. Das hat uns gezeigt, dass er einen großen inneren Antrieb für die Sache hat. Aus all diesen Gründen haben wir uns nach Gesprächen mit weiteren Kandidaten für ihn entschieden.“

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