2. Bundesliga

Neue Millionen aus China für den HSV? So laufen die Verhandlungen in Shanghai

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Gibt es bald frisches Kapital aus Fernost für den finanziell angeschlagenen Hamburger SV? Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, bemühen sich die HSV-Bosse um die Verlängerung eines Kooperationsvertrages mit dem chinesischen Klub SIPG FC (Shanghai International Port Group).

Kernpunkt der Zusammenarbeit ist der Aufbau einer „leistungsstarken Jugendakademie mit erkennbarer Ausbildungsphilosophie in Shanghai“, wie der HSV damals in einem offiziellen Statement mitteilte. Vereinfacht ausgedrückt: Die Hamburger sollten den Chinesen beibringen, wie man einen modernen Fußball-Klub vom Profibereich bis zum Nachwuchsleistungszentrum organisiert. Dafür zahlte SIPG für die ersten zwei Jahre fünf Millionen Euro, zwischenzeitlich wurde der Kontrakt um 18 Monate verlängert. Nun läuft er aus.

Chinesen unzufrieden mit dem HSV

Ob den Verantwortlichen eine erneute Verlängerung gelingt, ist dabei äußerst fraglich. Laut der Hamburger Morgenpost seien die Chinesen mit der Zusammenarbeit unzufrieden, ließen mehrfach Workshops und Termine platzen. Der HSV hätte es dem Bericht zufolge zudem verpasst, den Vertretern von SIPG zu erklären, dass die chinesischen Talente wegen fehlender Spielberechtigungen nicht in den Jugendteams der Hamburger mitspielen dürften. Trotz der schwierigen Verhandlungsbasis wird der HSV bald eine Delegation nach Shanghai schicken, um eine Fortführung der Vereinbarung zu erwirken. Denn auf die Millionen können und wollen die Bosse nur ungern verzichten.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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