Bundesliga

Neue Geschäftsstelle: Eintracht startet 30-Millionen-Projekt

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Es kann losgehen: Eintracht Frankfurt hat die benötigte Baugenehmigung erhalten und darf die neue Geschäftsstelle errichten. Die Bagger sind bereits angerollt, bis Ende 2020 soll das hochmoderne, rund 30 Millionen Euro schwere Neubauprojekt auf dem ehemaligen Tennisareal neben der Commerzbank-Arena fertiggestellt werden.

Die lange benötigte Baugenehmigung ist vorhanden, der Baudezernent der Stadt Frankfurt muss noch letzte Formalien klären und dann geht es los: Eintracht Frankfurt wird in den kommenden 21 Monaten eine moderne Geschäftsstelle, in der neben den Profis auch 250 bis 300 Mitarbeiter (bislang 180) Platz haben sollen, errichten. Rund 30 bis 35 Millionen Euro (mit einem gewissen Puffer eingerechnet) wird das Projekt „ProfiCamp“, welches mit dem Architekturbüro Albert Speer + Partner GmbH entwickelt wurde, kosten. Die Rahmendaten: 17.330 m² ist das Grundstück groß, zudem wird es neben zwei ineinander laufenden, in den Vereinsfarben Schwarz und Weiß gehaltenen Gebäuden auch noch einen Parkplatz für PKWs und Fahrräder geben.

Erstmals lautstarke Kritik von Kovac im Herbst 2016

„Die neue Geschäftsstelle gibt dem Klub einen Ort zum stolz sein“, sagte Vorstand Axel Hellmann bei einer Presserunde im Rahmen der Vorstellung des geplanten Neubaus. Das Gebäude wird südöstlich der Commerzbank-Arena entstehen. Es gibt einen quadratischen, fünfgeschössigen Gebäudeteil A und einen direkt daran angeschlossenen Gebäudeteil B, der exklusiv den Profis vorbehalten ist. Die im Herbst 2016 geäußerte Kritik von Ex-Trainer Niko Kovac, dass „die Geschäftsstelle aus allen Nähten“ platze, dürfte damit endgültig der Vergangenheit angehören.

Profi-Etat bleibt unbelastet

Die Volksbank Mittelhessen wird die „infrastrukturelle Herausforderung“ für den Klub als alleinige Finanzierungspartnerin begleiten. Man könne als Eintracht Frankfurt nicht einfach so „100 Milllionen Euro“ in die Hand nehmen und investieren. Hellmann betonte aber gegenüber fussball.news, dass für die neue Geschäftsstelle kein Geld vom Profi-Etat abgezwackt wird: „Wenn die Profis über ihre sportlichen Leistungen oder Transfers Geld erzielen, dann soll das auch dafür verwendet werden.“

Drei Punkte für den sportlichen Erfolg

Den Hessen komme stattdessen zugute, dass man seit Jahren bereits finanziell „kerngesund“ sei und eine saubere Bilanz präsentiere. Der Neubau sei eines „der dicksten Bretter, die wir bohren müssen“ und ein elementarer von ingesamt drei Punkten für sportlichen Erfolg: „Erstens brauchen wir wirtschaftliche Mittel für notwendige Qualität. Zweitens benötigen wir ein gutes Team um das Team herum und ein fähiges Management. Und drittens müssen sich die Spieler gut aufgehoben und wohl fühlen. Sie dürfen nicht durch die Gänge laufen und denken: ‚Wo bin ich hier?‘“

U19 soll integriert werden

Neben den Profis sollen auch die Jugendspieler der U19 oder die in Dreieich-Sprendlingen ansässige Merchandising-Abteilung integriert werden. Allerdings: Das inzwischen zu klein geratene Leistungszentrum am Riederwald wird nicht durch die neue Geschäftsstelle ersetzt. Ein genaues Konzept bleibt aber noch offen, jetzt gehe es darum, den Bau voranzutreiben und 2020 abzuschließen.

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